Den Bauch auf vom
bösen Wolf? Aber sie ist doch selbst
drin? Das eigne Werkzeug haben und die Handhabung auch unter schwierigen
Bedingungen beherrschen: von Innen schneiden!
Philosophische Praxis
Mittwoch, Juni 18, 2014
Sonntag, Juni 15, 2014
Auf einen Schoppen mit Schopenhauer! Einladung zum Gespräch eines Lesenden mit 3 leeren Stühlen
Arthur Schopenhauer (1788 - 1860) gehört zu den jüngeren Autoren in der Epoche der klassischen deutschen Philosophie. Rüdiger Safranski widmet ihm 1987 seine erste Denkerbiografie und schilderte den Kontext als: Die wilden Jahre der Philosophie. Irvin D. Yalom hatte als berufliche Schwerpunkte psychotherapeutische Gruppentherapie und "Existentiale Therapie". Ab 1990 erfolgt der Versuch "to teach trough literature" wie die Existentialisten Sartre & Camus, deren literarische W...erke ihnen über den engen Kreis der Fachgelehrten hinaus Resonanz verschaff(t)en.
In THE SCHOPENHAUER CURE lässt Yalom den "schwierigen Patienten" PHIL in unserer Zeit Positionen Schopenhauers vertreten. (Ein Workshop >Tony & PHIL: Yalom´s Vision of a Co-Operation< findet auch statt im Rahmen der International Conference Philosophical Practice, 15.-18. AUG 2014 in Belgrad) Der >Lesende mit 3 leeren Stühlen< spielt an auf den leeren Vorlesungssaal des Privatdozenten Dr. phil. Schopenhauer zur Zeit Hegels an der Uni Berlin. Schaun wir mal, wie das am 30.August 2014 um 13 h im KUHSTALL in Langenthal beim Philofestival sein wird. Der Lesende ist Philosophischer Praktiker, siehe philopraxis.ch & PHIL wird von Yalom als „klinischer Philosoph“ eingeführt. PHIL zu Yaloms alter ego Julius: „Meine Schopenhauer-Einführung ist allein für Sie bestimmt.“ Konsequenterweise schließt sich ein Gespräch an …
In THE SCHOPENHAUER CURE lässt Yalom den "schwierigen Patienten" PHIL in unserer Zeit Positionen Schopenhauers vertreten. (Ein Workshop >Tony & PHIL: Yalom´s Vision of a Co-Operation< findet auch statt im Rahmen der International Conference Philosophical Practice, 15.-18. AUG 2014 in Belgrad) Der >Lesende mit 3 leeren Stühlen< spielt an auf den leeren Vorlesungssaal des Privatdozenten Dr. phil. Schopenhauer zur Zeit Hegels an der Uni Berlin. Schaun wir mal, wie das am 30.August 2014 um 13 h im KUHSTALL in Langenthal beim Philofestival sein wird. Der Lesende ist Philosophischer Praktiker, siehe philopraxis.ch & PHIL wird von Yalom als „klinischer Philosoph“ eingeführt. PHIL zu Yaloms alter ego Julius: „Meine Schopenhauer-Einführung ist allein für Sie bestimmt.“ Konsequenterweise schließt sich ein Gespräch an …
Labels:
Belgrad,
Denkerbiographie,
Existentiale Therapie,
klassische deutsche Philosophie,
klinischer Philosoph,
Langenthal,
philopraxis.ch,
Philosophische Praxis,
Safranski,
Schopenhauer,
Yalom
Montag, Juni 09, 2014
Yalom zur Bedeutung Schopenhauers
In diesem Anhang zu The Schopenhauer Cure umreißt Yalom "two sepate but parallel interests: group therapy and existential therapy". Zu letzterer heißt es (mit unüberhörbaren Anklängen an Schopenhauer): "individuals fall into despair because of their confrontation with the pain (Leiden, Leben ist eine missliche Sache) inherent in the human condition". ibid. 9
Labels:
despair,
Es,
existential therapy,
Freud,
Leben eine missliche Sache,
Leiden,
pain inherent in the human condition,
Philo Practice,
Sexualität,
supernatural illusions,
Unbewusstes
Mittwoch, Juni 04, 2014
Schwarze Hefte II-16
Im Heft II in der Überlegung 16 findet sich
selbstauffordernd: "Das Sein ins Dasein tiefer legen" und MH wirft die Sprachfrage auf. Dies interessiert mich heutigen Leser (mitgeprägt vom linguistic turn).
Dass dies Thema auch MH wichtig ist (aber in welchem Sinn?) zeigt sich auch darin, dass er in den wenigen Stichworten zu Heft II auch >Sprache< aufnimmt. Das tut er aber in II bis VI nur hier!
Die Frage wird ja hier nur aufgeworfen, es wird die Aufgabe formuliert: "Das Sein ins Dasein tiefer legen" (verankern?) "durch die ... Frage nach ... der Sprache." MH möchte "mit dem Dasein" etwas "erzwingen" mit Bezug auf "Wahrheit und Sein" und mich verblüffend nennt er das "eine Verwandlung" (von Wahrheit und Sein). Dem Sprachphilosophen im Lesenden ist dies rätselhaft.
Folgt in II-17: "Sein nicht ohne Sprache" , doch dieser anscheinende stepping stone wird wacklig durch die Fortsetzung: " - aber gerade deshalb" -?- "nicht >>logisch<<." Deshalb?: "Sprache nicht ohne Sein."
selbstauffordernd: "Das Sein ins Dasein tiefer legen" und MH wirft die Sprachfrage auf. Dies interessiert mich heutigen Leser (mitgeprägt vom linguistic turn).
Dass dies Thema auch MH wichtig ist (aber in welchem Sinn?) zeigt sich auch darin, dass er in den wenigen Stichworten zu Heft II auch >Sprache< aufnimmt. Das tut er aber in II bis VI nur hier!
Die Frage wird ja hier nur aufgeworfen, es wird die Aufgabe formuliert: "Das Sein ins Dasein tiefer legen" (verankern?) "durch die ... Frage nach ... der Sprache." MH möchte "mit dem Dasein" etwas "erzwingen" mit Bezug auf "Wahrheit und Sein" und mich verblüffend nennt er das "eine Verwandlung" (von Wahrheit und Sein). Dem Sprachphilosophen im Lesenden ist dies rätselhaft.
Folgt in II-17: "Sein nicht ohne Sprache" , doch dieser anscheinende stepping stone wird wacklig durch die Fortsetzung: " - aber gerade deshalb" -?- "nicht >>logisch<<." Deshalb?: "Sprache nicht ohne Sein."
Schwarze Hefte Lesend 3 Editorisches vorweg
Vor mir liegt Band 94 in der Martin Heidegger Gesamtausgabe, IV. Abteilung: Hinweise und Aufzeichnungen. Der Herausgeber Peter Trawny (Martin-Heidegger-Institut /MHI/ an der Bergischen Universität Wuppertal) schreibt in seinem Nachwort MH-GA p.534: "Es handelt sich bei den >>Überlegungen<<, die in den Bänden 94 bis 96 der GA erscheinen, um vierzehn ... von 34 bzw. 36 schwarzen Wachstuchheften". (Daher die "Schwarzen Hefte" /SH/) Aber wieso "34 bzw. 36" ?
Nur von 34 Schwarzen Heften galt im Dezember 2013: "Die Hefte befinden sich im Orginal in Heideggers Nachlass im Deutschen Literaturarchiv in Marbach am Neckar." Peter Trawny nimmt an, dass Heft I von Martin Heidegger vernichtet wurde. Das müsste wohl nach 1931 (zu dieser Zeit benutzt der Autor ja für das gerade entstehende Heft die Zählung >II<) passiert sein. Ein 35. Heft (von 1945/46) fand sich in der Zwischenzeit. Es soll nach einer persönlichen Mitteilung Peter Trawnys "im Herbst (2014) oder im Frühjahr 2015" in der GA erscheinen.
GA 94 enthält 5 Hefte, deren Seiten MH in jedem Heft immer wieder frisch bei 1 anfangend durchnummeriert. In der gedruckten Ausgabe stehen die Heftseiten am Rand. Auf diese Seiten
beziehen sich die Verweise Heideggers im Text und auch in seinen Stichwortverzeichnissen am Ende jedes Hefts. Die einzelnen Sinn-Abschnitte dieser Hefte werden ebenfalls nummeriert. So lässt sich dann etwa durch II-16 auf die Überlegung 16 im Heft II bezugnehmen. In folgenden Posts soll davon Gebrauch gemacht werden.
Nur von 34 Schwarzen Heften galt im Dezember 2013: "Die Hefte befinden sich im Orginal in Heideggers Nachlass im Deutschen Literaturarchiv in Marbach am Neckar." Peter Trawny nimmt an, dass Heft I von Martin Heidegger vernichtet wurde. Das müsste wohl nach 1931 (zu dieser Zeit benutzt der Autor ja für das gerade entstehende Heft die Zählung >II<) passiert sein. Ein 35. Heft (von 1945/46) fand sich in der Zwischenzeit. Es soll nach einer persönlichen Mitteilung Peter Trawnys "im Herbst (2014) oder im Frühjahr 2015" in der GA erscheinen.
GA 94 enthält 5 Hefte, deren Seiten MH in jedem Heft immer wieder frisch bei 1 anfangend durchnummeriert. In der gedruckten Ausgabe stehen die Heftseiten am Rand. Auf diese Seiten
beziehen sich die Verweise Heideggers im Text und auch in seinen Stichwortverzeichnissen am Ende jedes Hefts. Die einzelnen Sinn-Abschnitte dieser Hefte werden ebenfalls nummeriert. So lässt sich dann etwa durch II-16 auf die Überlegung 16 im Heft II bezugnehmen. In folgenden Posts soll davon Gebrauch gemacht werden.
Dienstag, Juni 03, 2014
POLITICAL SOCRATES 3: What´s your goal in philo (practice)?
Thomas Polednitschek has a Wittgenstein poster pinned next
to his writing desk showing a quote from the PHILOSOPHICAL INVESTIGATIONS: „What´s
your goal in philosophy? (was ist Dein Ziel in der Philosophie)“ Thomas refutes (for philo practice) Wittgenstein´s
solution: -„To show the fly the way out of the fly-bottle“ - and he refers like
Socrates to his "not knowing" (eigenes Nichtwissen, own ignorance), cf. p.7
A poem by Tschuang-tse is added. I will change it a little:
… on the way back home (the philosopher king) lost his
"no-colour" (nichtfarben, colourless) pearl. He sends out science to look fort he pearl. (Science does not have a
concept of „no-colour“ and can not bring the pearl.) He sends out critique.
(Critique sees too many "Nos" & finds not.) He sends out logic. (Logic knows no
colours and can´t bring the no-colour/colourless pearl.) Then (the philosopher king) asks
Nothing (das Nichts) and Nothing had the night-coloured (nachtfarbene) pearl.
(Text in brackets is my interpretation) – oh yes,
>nichtfarben< ought to read >nachtfarben< and the switch > from a to i < was
following no Intention. It was unintentional … absichtslos.
Philosophical practice takes place where the guest of a
practitioner finds the way out of her/his problem themself. ( p. 8 )
Schwarze Hefte Lesend 2
... und warum beginnt die Veröffentlichung mit II ?
Re: Schwarze Hefte I ?
>>> Datum: Montag, 02. Juni 2014
>>>
>>> ich gehe davon aus, dass es kein SH I gibt. Ich gehe davon aus, weil es nirgendwo in den anderen SH einen Verweis darauf gibt. Normalerweise verweist Heidegger stets auf alle SH. >Ich gehe davon aus< heißt: ich nehme es an. Doch es gibt keinen Hinweis darauf, dass das allererste SH noch existiert. Heidegger müsste es vernichtet haben.
>>>
>>>
>>> Herzlich grüßend
>>> Ihr
>>> Peter Trawny
>>>
Re: Schwarze Hefte I ?
>>> Datum: Montag, 02. Juni 2014
>>>
>>> ich gehe davon aus, dass es kein SH I gibt. Ich gehe davon aus, weil es nirgendwo in den anderen SH einen Verweis darauf gibt. Normalerweise verweist Heidegger stets auf alle SH. >Ich gehe davon aus< heißt: ich nehme es an. Doch es gibt keinen Hinweis darauf, dass das allererste SH noch existiert. Heidegger müsste es vernichtet haben.
>>>
>>>
>>> Herzlich grüßend
>>> Ihr
>>> Peter Trawny
>>>
Labels:
Heidegger,
Peter Trawny,
Schwarze Hefte
Schwarze Hefte Lesend 1
In der HeideggerGesamtausgabe herausgegeben von Peter Trawny als Band 94 (MH GA 94) 2014.
(Klick auf den Bildausschnitt zeigt das ganze Bild)
(Klick auf den Bildausschnitt zeigt das ganze Bild)
Labels:
Alleingehen,
alles wagen,
aufs Spiel setzen,
Führer,
Getue um den Menschen,
Heidegger,
MH GA,
Peter Trawny,
Schwarze Hefte
Samstag, Mai 10, 2014
17. Mai Altes Schloss Bern-Bümpliz
Café Philo
Wer ist Pessimist? - Am Beispiel Arthur Schopenhauer
Willkommen! Beginn: 14 Uhr
Ein Pessimist, der das Leben zu schätzen wusste ... Rossini ... schöne Musik ... gutes Essen ... und der von allen Windbeuteln gefürchtet war ...
Wer ist Pessimist? - Am Beispiel Arthur Schopenhauer
Willkommen! Beginn: 14 Uhr
Ein Pessimist, der das Leben zu schätzen wusste ... Rossini ... schöne Musik ... gutes Essen ... und der von allen Windbeuteln gefürchtet war ...
Detlef Staude Ja, wir bräuchten mehr lebensfreudigen Pessimismus wie den Schopenhauers! Man muss allerdings konzidieren, dass auch er ein sturer Bock war, der zu diesem gelassenen Umgang mit sich und der Welt erst hinfinden musste. Doch dies ist nun einmal der Pfad der Weisheit...
Susi Staude an Mike Roth Die Frage nach deinen Unterlagen stand bei einer telefonischen Anmeldung im Raum. Der Teilnehmer wird sich morgen an dich wenden. Ich werde etwas später kommen, da ich noch arbeiten muss. Ich freue mich.
Mike Roth Lieber wissbegieriger Teilnehmender! Empfehlenswert ist das Taschenbuch von Rüdiger Safranski, Schopenhauer (1987)
Mike Roth und 2014 im NIKOL der Hardcover "Schinken": SCHOPENHAUER - der enthält zu kleinem Preis ...viele Gedanken , Welt als Wille und Vorstellung (1859, 3. sehr erweiterte Auflage) + Kunst , recht zu behalten + Lebensweisheit
Detlef Staude Natürlich, und für die Freundinnen und Freunde der Philosophischen Praxis, der Psychoanalyse und der literarischen Musse YALOM "Die Schopenhauer-Kur".
Karmen Rodriguez Merci,Danke.Gracias.Schopenhauer war sehr neidisch von Hegel,weil seine Vorlesungen waren leer im Gegenteil zur Hegel´s.Man kann sich so seine hauptsächliche Lebenseinstellung verstehen.Die Eleganz des Igels befasst sich auch mit die Absurdität des Lebens.Meisterhaft.
Mike Roth Liebe Karmen Rodriguez, sehr gern! Schopenhauer legte in Berlin absichtsvoll seine Lehrveranstaltung auf die Zeit, in der Hegel zu lehren pflegte. Er forderte damit zur Entscheidung auf...
Mittwoch, April 23, 2014
Montag, April 21, 2014
Philosophische VorOsterWoche 2014 Schopenhauer
Jedes Jahr findet diese Philosophische Woche in Istrien statt
- auf einer Terrasse mit anregendem weitem Meerblick.
Wir studierten Arthurs an Kant angelehnte Konzeption
der Welt als Vorstellung und widmeten uns besonders
dem Willen. Einleuchtend die Darstellung unserer Welt
als Willensknäuel. Problematisch der Übergang von der
Pluralität der Willen der Lebewesen auf Welt als Wille
im Singular.
Schopenhauer – Brseč/Istrien April 2014
Christine Mok-Wendt
Philosophieren
in Istrien – oder wie schön, das Leben mit einem Pessimisten sein kann
Brseč
war ein perfekter Ort, um sich der Philosophie
Schopenhauers zu nähern. Ein Ort in Istrien, der mit seinem griechischen
Ambiente (vgl. dazu auch „Himmelsleiter und Medea-Fahrt“ in: PHILOSOPHISCHE
PRAXIS 2.2, Konstanz 2011) das Gefühl vermittelt, etwas näher an den Wurzeln
der Philosophie zu sein. Zeitlich (Woche vor Ostern) und auch erfreulicher
Weise (für uns) durch seine Lage 150m über dem Meeresspiegel keine touristische
Hochburg, konnte sich eine gemischte Gruppe, (PhilosopenInnen und an Philosophie Interessierten), in ein wohl vorbereitetes philosophisches (Urlaubs-)Leben begeben.
Wohl
organisiert durch das langjährige Eingebettetsein von Grit und Mike in den
Freundeskreis, die 'Kompanija' unserer Gastgeber, standen uns prima Unterkünfte
zur Verfügung – insbesondere die hoch über dem Meer liegende Terrasse, vor den
Häusern von Vedran und Mirjana mit Blick auf die Insel CeRES, war als zentraler
Treffpunkt ein absolutes Highlight. Am Morgen wurden Schopenhauers Gedanken beim
Philosophieren von 10-12 Uhr von der Sonne bestrahlt und dann am Abend konnte, in Decken gehüllt, das 'Nachphilosophieren' an
einigen Tagen im Schein des Vollmondes beendet werden. Kulinarische Verwöhnung
bei üppigem Abendmenü heimischer Köstlichkeiten fand im Hause der geübten
Köchin Biserka statt.
Wohl
organisiert, vor allem auch deshalb, weil Mike uns mit dem Hinweis auf
entsprechende Literatur eine sehr individuelle Vorbereitung bot. Besonders
hilfreich waren dabei seine im Vorfeld geschickten 'Folgen': 12 Fotos, die als
reines Bild die Einstimmung auf Brseč/Istrien leicht machte. Oder als Foto mit
Textauszügen und Hinweis auf die entsprechenden Stellen in den Büchern
ermöglichten diese auch denjenigen, die wenig Zeit zum Lesen hatten, eine gute
Vorbereitung.
Bei
aller Organisation war jeder frei, seine eigenen Wünsche und Anregungen
einzubringen oder sich einfach auszuklinken, um sein eigenes Programm zu
gestalten – diese Freiheit wurde allerdings von keinem während der
morgendlichen Philosophiezeit genutzt – Schopenhauer hielt alle bei der Stange
– trotz Pessimismus? - Die Frage bleibt im Raume stehen, sicher waren die 'nur
2 Stunden' ein Grund, dass alle nach eigenen Überlegungen oder Austausch mit
anderen ('Nachphilosophieren' mit und ohne Wein) gerne jeden Tag wieder auf die
Terrasse kamen.
Ein
besondere Ausnahme war ein Tag, bei dem der Wein dem Philosophieren den Rahmen
gab – ein Ausflug zu dem in der Nähe liegenden Weingut der Familie Bažon in Gračišće.
Hier im „Landesinneren“ gab es eine Weinprobe in Verbindung mit einem exklusiven
Menü dessen Besonderheit ein Gulasch aus dem wohl gehütetem Fleisch des
einheimischen Boskarin - Rinds war, dessen Zubereitung nicht jedem zugestanden
wird. Eine wunderschöne Woche, deren besonderer oder eigentlicher Anlass in den
folgenden Zeilen sowohl einen Rückblick
gestatten soll, wie auch zum Weiter-denken, -lesen und -philosophieren anregen
möchte.
Die literarisch-philosophischen Grundlagen:
Safranski,
Rüdiger 1987: Schopenhauer und die wilden Jahre der Philosophie.
Schopenhauer,
Arthur (1818, 3. Aufl. 1859) : Die Welt als Wille und Vorstellung
Irvin
D. Yalom 2006: Die Schopenhauer Kur, Original: 2005: The Schopenhauer Cure.
Sonntag,
13.04.2014
Anknüpfend
an die Folgen 8, 9 und 10 haben wir über
Yalom's Buch den Einstieg zu Schopenhauer begonnen. Yalom startet vor dem
ersten Kapitel mit einem Zitat aus Schopenhauer's: Die Welt als Wille und
Vorstellung:
„Jeder
Atemzug wehrt den beständig eindringenden Tod ab....
Zuletzt muß er siegen: denn ihm sind wir schon
von Geburt
anheimgefallen, und er spielt nur eine Weile
mit seiner Beute, bevor
er sie verschlingt. Wir setzen indessen unser
Leben mit großem An-
teil und vieler Sorgfalt fort, so lange als
möglich, wie man eine Sei-
fenblase so lange und groß als möglich
aufbläst, wiewohl mit der fes-
ten Gewissheit, daß
sie platzen wird.“(Bd. I, S.427)
Folge
8 führt zur zentralen Frage: „Wieso holte er von all seinen ehemaligen
Patienten gerade Philip (PHIL) aus den Tiefen seines Gedächtnisses hervor? War
der Grund dafür einfach der, dass seine Therapie so schrecklich erfolglos war?“
(S.35). Die Hauptfigur in Yaloms Roman, Julius Hertzfeldt, 65, renommierter
Psychoanalytiker, nimmt sich nach einer Krebsdiagnose, die eine nur noch knappe
Lebenszeit bedeutet, vor, den Erfolg seiner eigenen Arbeit zu hinterfragen. In
Folge 8 fügt Mike an: „Yaloms alter ego konnte zu dieser Zeit ja nicht wissen,
dass es ein Philosoph war (Schopenhauer), dem PHIL seine 'Heilung' zuschreibt.
Yalom's Buch steuert auf eine überraschende Kooperation zu...“
Aus dem amerikanischen Original: „I can continue practicing as as a
clinical philosopher –that field is not regulated by the state – but a
counselor´s license would offer me a number of advantages, including the
ability to buy malpractice insurance…” p 52
Im
folgenden Text erfährt der Leser, dass PHIL Julius eigentlich schon länger
darauf ansprechen wollte, ihm aber das nötige Geld fehlte. - Julius bittet sich
Bedenkzeit aus und beendet einen Eintrag in seinem Tagebuch mit den Worten:
„Philip supervisieren? Einen rechtmäßigen koscheren Therapeuten aus ihm machen?
Das ist ein Dilemma. Will ich ihn unterstützen? Will ich ihm meinem Segen
geben, obwohl ich nicht glaube, dass ein Hasser (und er ist ein Hasser)
jemanden helfen kann?“ (S.73) – Julius stimmt schließlich der Supervision zu in der Form,
dass PHIL an einer seiner Gruppentherapien teilnimmt. Julius ist überzeugt
davon, dass PHIL trotz der Heilung vom Symptom der Sexsucht durch Schopenhauer-Bibliotherapie insgesamt betrachtet (als gefühlskalter Mensch)
nicht geheilt ist, und das in der Gruppentherapie angegangen werden sollte. Das
zumindest muss Voraussetzung sein, wenn PHIL sich als Therapeut eine staatliche Anerkennung haben will – PHIL ist
auf der Gegenseite voll davon überzeugt, dass Schopenhauer Julius in dessen
Situation eine große Hilfe sein wird: „Ich würde gern mit Ihnen zusammen seine
Aufsätze über den Tod und die Unzerstörbarkeit des Seins lesen.“ - Julius wehrt PHIL ab, weil er im Moment
mehr am Leben als am Sterben interessiert ist. PHIL kontert mit Rückgriff auf
Sokrates und Seneca, dass der Tod immer als Horizont aller (Lebens)-fragen da
sei. Von ersterem zitiert er: „Um gut leben zu lernen, muss man zunächst gut
sterben lernen“; von Seneca: „Keiner genießt den wahren Geschmack des Lebens
außer dem, der willens und bereit ist, es hinter sich zu lassen.“ (S.90). - EINE STELLE, die sowohl philosophisch, als
auch therapeutisch große Relevanz
hat und zu einem Blick zurück auf das Motto dieses
Textes führt.
Uns
führt dies an diesem Tag noch zu Folge 10 (S.134/135): Es geht um ein
Gruppengespräch unter Leitung von Julius mit dem Thema, dass Pam in
der Gruppe keine Hilfe fand und deshalb zu einem Guru nach Indien reiste.
Julius nach seiner Meinung gefragt, antwortet: „Inzwischen bin ich der Meinung,
dass ich jede Hilfe brauche, die ich bekommen kann. Und ich habe festgestellt,
dass die Hinwendung zu einer anderen Form von Wachstum, auch zu richtig
verrückten Sachen [BIBLIOTHERAPIE?!], oft Neuland für unsere therapeutische
Arbeit erschließen kann. Und natürlich hoffe ich, dass das bei Pam der Fall
ist.“ - PHIL verweist auf Schopenhauer und dessen positive Einstellung zu
fernöstlichen Meditationstechniken und äußert, dass Pam damit wahrscheinlich
eine hervorragende Idee gehabt habe, da diese: „darauf abzielen, den Geist zur Ruhe kommen zu
lassen, Illusionen zu durchschauen und die Kunst des Sich-Lösens von Bindungen
einzuüben, um Leiden zu mindern.“ Er fügt erklärend an, dass Schopenhauer der
Erste gewesen sei, der asiatisches Gedankengut in die abendländische
Philosophie einführte. Mike beendet Folge 10 mit Yaloms Kommentar zu Julius:
„Julius war gereizt, weil er Schopenhauers Namen so häufig hörte, schwieg aber
diesmal, weil ihm auffiel, dass mehrere Gruppenmitglieder Philips Bemerkungen
mit zustimmendem Nicken aufnahmen.“ (S.135).
Den
Abschluss des ersten philosophischen Treffens auf der Terrasse beenden wir mit
einer Szene aus Yalom: Die Gruppenteilnehmerin Bonnie hatte einen Traum von
einem Bahnhof. Sie wollte auf einen Zug aufspringen, dessen Waggons immer
schäbiger werden, der Traum wird von der Gruppe so gedeutet, dass durch Julius
Krankheit, die Gruppe auseinanderfallen wird – es findet ein intensives
Gruppengespräch statt, das Julius mit den Worten unterbricht: „Habe ich Ihnen
erzählt, dass ich verliebt bin?“ - nach tödlichem Schweigen fährt Julius fort:
„Ja, verliebt in die Gruppe, vor allem, wenn sie so arbeitet wie heute.
Großartig, wie Sie sich mit dem Traum auseinandersetzen.“ (S.167/168).
Montag,
14.04.2014
Wir
fahren fort mit Yalom und indischer Meditation, Kap. 18: Pam in Indien (2):
Yalom lässt Pam sprechen, die nicht einschlafen kann: „Die Lösung lag darin,
das Bewusstsein auszuschalten und allein der Weisheit des Körpers zu folgen.
Mit dem Einschlafen war es dasselbe.“ [Erinnerung an eine Geschichte aus der
Kindheit, bei dem ein Tausendfüßler so wieder laufen konnte] - Im folgenden gibt Pam Gelerntes aus ihrem
Workshop preis – Es geht um Atemübungen: bewusstes Studieren des Einatmens und
Ausatmens, um eine vollständige Bewusstheit beim Atmen zu erreichen (S.178 ff.).
Pam
bringt uns zu Folge 11 (S.214/215): Tony (auch Teilnehmer von Julius
Therapiegruppe) kritisiert PHIL, nachdem dieser sich, aufgefordert durch
Julius, für einen helfenden (Therapie)-Rat auf Schopenhauer bezieht. Tony ist
der Meinung, dass PHIL sich zu viel auf Schopenhauer bezieht und zu wenig von
sich selbst einbringt. Julius steigt in diese Situation ein : „Tony, ich
vermute, es war nicht leicht für Sie zusagen: >Schopenhauer, wer immer das ist<"
- "Na, wir sind doch hier, um die Wahrheit zu sagen“, erwiderte Tony.
HIER
KANN sich der Leser die Frage stellen: PHIL ganz SCHOPENHAUER? und außerdem ist
zu beachten, dass Julius nicht (wie oben) gegen zu viel Schopenhauer
interveniert, sondern die Wirkung auf Tony aufgreift.
Unsere
Philosophierunde wechselt zu Safranski und taucht damit ein in Schopenhauers
Leben und Werk. Safranski schreibt im 11. Kapitel: „Im Blick auf sich selbst
hat Schopenhauer nur seinen Weg zur Philosophie, nicht aber den in
der Philosophie als lang empfunden. [ ]
Die Inspirationen des >besseren Bewußtseins< suchen ihre Sprache in
romantischen und platonischen Reminiszenzen, und in der Reflexion des
empirischen Bewußtseins folgt er den Spuren Kants.“ (S.230) Safranski erklärt
im folgenden Text, mit seinem Hauptwerk „Die Welt als Wille und Vorstellung“
habe Schopenhauer dem >besseren Bewusstsein< seinen Ort anweisen wollen,
indem er (Kant radikalisierend) die Grenzen des empirischen Bewusstseins
bestimmte.
Dienstag,
15.04.2014
Folge
1 (Safranski, S.309): „Das Subjekt des Erkennens solle sich selbst bei der
Arbeit zusehen, [ ]. Fichte und
Schelling nennen das >intellektuelle Anschauung<. Die intime
Bekanntschaft mit der Werkstatt der Gedanken öffnet uns die Pforten zum
Geheimnis der Welt. [ ] Doch so verstand
Schopenhauer seinen Weg nach innen nicht. Statt vom Subjekt des Erkennens
nimmt er seinen Ausgangspunkt vom Subjekt des Wollens, vom Anderen der
Vernunft also.“
Wir
gehen zurück (Safanski, S.170-172) – Safranski geht hier auf Kant ein: >Das Ding
an sich<. Wir beenden die Runde bei Folge 3 (Safranski, S.193): „Kant hatte
davon gesprochen, daß in seiner Freiheit der Mensch Anteil hat an dem, was
jenseits aller Erscheinungen (Kausalitäten) existiert. Und genau in diesem
Sinne nun knüpft Fichte an Kant an: An diesem nach innen gewendeten >Ding an
sich<, an der Freiheit, mit der das Ich jeden Augenblick aus eigener Kraft anfangen
kann zu sein.“
Mittwoch,
16.04.2014
„Diesen
Mann [Fichte] nun will Arthur Schopenhauer in Berlin hören, einmal, weil man
Fichte einfach gehört haben muß, wenn man philosophisch auf der Höhe der Zeit
bleiben will, zum anderen aber auch, weil Arthur noch die Sprache sucht, in der
sich die platonische Entrückung vom empirischn Bewußtsein zeitgemäß verstehen
und formulieren läßt.“ (Safranski, S.199). Folge 4 (Safranski, S.200): „Doch an
einem entscheidenden Punkt geht Schopenhauer gänzlich andere Wege als sein
Zeitalter. [ ]...die Hegelsche und
Marxsche Dialektik wird das Unversöhnte auf seine eigene Versöhnung hinarbeiten
lassen.[ ] Anders Arthur Schopenhauer.
Er ist nicht auf Versöhnung aus, er wirft seine ganze philosophische
Leidenschaft auf das Projekt, die >Duplizität des Bewußtseins< zu
begreifen; zu begreifen, weshalb und inwiefern wir zwischen zwei Welten
zerrissen sind und sein müssen – [empirisches Bewusstsein (Kant) / >besseres
Bewusstsein< (Schopenhauer)].
Donnerstag,
17.04.2014
S.287:
Schopenhauers Zeit in Dresden: Zitat aus: Arthur Schopenhauer: Gesammelte
Briefe (B,10)
S.289:
Schopenhauer und seine Einstellung zu Krieg: >mörderischer Karneval<
S.298:
Anthropologische Grundausstattung: Kant vs. Schopenhauer
S.299:
Zitate aus Schopenhauer: Frühe Manuskripte (1804-1818) = HN I: „Man war im
Theoretischen auf eben die Art thörigt, wir wir es beständig alle im
Praktischen sind, wo wir vom Wunsch eilen und so das Glück endlich zu finden
hoffen; statt nur ein einziges Mal in uns zu gehen, vom Wollen uns loszureißen
und im besseren Bewußtseyn zu verharren. (155). [← vom Wollen erlösen] – Safranski
merkt an: „In dieser Aufzeichnung von 1814 wird die entscheidende Antithese
genannt: das > bessere Bewußtsein< soll vom >Wollen< erlösen.“ und
Ende 1814 oder Anfang 1815 habe Schopenhauer jene Sätze notiert, aus denen
alles Weitere folgte: „Die Welt als Ding an sich ist ein großer
Wille, der nicht weiß, was er will; denn er weiß nicht sondern
will bloß, weil er ein Wille ist und nichts Anderes.“ (169).
S.300:
Safranski erklärt zu HN I, 154: „Man gieng nach Außen in alle Richtungen, statt
in sich zu gehen, wo jedes Räthsel zu lösen ist“, Schopenhauer habe sich mit
dieser Einsicht einen alten Traum erfüllt und zitiert aus HN I, 17: „Erkenne
die Wahrheit in dir...dort berührt der Himmel die Erde“.
S.304/305:
"Die Welt als >Maja< und als >;Brahma< - das scheint für Schopenhauer das zu sein, was die eigene Konzeption nennt: die Welt als >Vorstellung< und die Welt als >Wille<." In den Upanishaden findet sich kein Schöpfergott, kein Jenseits. "Schopenhauer fand hier eine Religion ohne Gott", er fand darin eine Bestätigung seiner "Metaphysik ohne Himmel".
S.311/312
(Folge 5): „Der Ausdruck >besseres Bewußtsein< verschwindet aus den
Aufzeichnungen, als Schopenhauer die Schlüsselbegriffe seiner Metaphysik des
Willens findet. [ ] Zum anderen aber
bezeichnet der Ausdruck die Haltung der philosophischen Besonnenheit, das
Staunen, wodurch das Selbstverständliche überhaupt fragwürdig wird. Das Staunen
steht am Beginn der ganzen Metaphysik, die Verneinung am Ende.“
Freitag,
18.04.2014 (letztes Treffen auf der Terrasse)
S.314/315:
Safranski erklärt, Schopenhauer habe anknüpfend an seine Dissertation transzendentalphilosophisch
begonnen, habe allerdings einen Weg heraus aus dieser geschlossenen Welt zeigen
wollen. Er ergänzt, Schopenhauer habe sich noch einmal auf das
Subjekt-Objekt-Verhältnis besonnen und gezeigt, dass es dort keinen logischen
Prius gäbe: „Weder läßt sich das Subjekt aus dem Objekt erklären, noch das
Objekt aus dem Subjekt. Bei dem jeweils einen ist das andere immer schon
mitgedacht und vorausgesetzt....“.
S.317
(Folge 6): „Was ist die anschauliche Welt noch außer dem, daß sie meine Vorstellung
ist“ (Zitat aus: „Die Welt als Wille und Vorstellung (Bd.I) = I,51) –
Schopenhauers Antwort: „Der Wille ist das Gewisseste. >Wille< ist
der name für die Selbsterfahrung des eigenen Leibes. Nur der eigene Leib ist
jene Realität, die ich nicht nur als Vorstellung habe, sondern die ich selber bin.“
S.320:
Safranski bezeichnet Schopenhauers Verfahren, die Welt aus dem von innen
erlebten Willen zu verstehen als „Daseinshermeneutik“ und zitiert aus I,
137.
S.322:
Zu Mystik/Kontemplation/Natur: Safranski schreibt: „Diese nicht erklärenden,
sondern verstehenden Blicke in die Natur gehören zu einer kontemplativen
Haltung. Zugleich soll doch diese Art der Anschauung, wir erinnern uns, aus
einer analogischen Übertragung der Innenerfahrung des Willens auf die äußere
Welt herrühren.“ Der Autor bezieht sich auf I, 156 und fährt fort: „Mit diesem
erlebten Willen als >Realismus< sollen wir, wie mit einem
>Zauberwort<, das >innerste Wesen jedes Dinges in der Natur
aufschließen< können - …. .
Unsere
philosophische Arbeit endete in Brseč ungefähr an dieser Stelle. Eine Arbeit,
die ein Vergnügen war - mit und in dieser Gruppe. Die individuelle Fortsetzung
und Vertiefung in Schopenhauers Leben und Werk einzutauchen, obliegt jedem
selbst – mein persönliches Anliegen: gerne auch als Empfehlung zu verstehen,
Schopenhauers „Senilia“ - Gedanken im Alter. hrsg. von Franco Volpi und Ernst
Ziegler.
Sonntag, März 23, 2014
15th to 18th of August BEOGRAD 2014
Tony &
Phil: Yalom´s literary vision of a co-operation in THE
SCHOPENHAUER-CURE
Yalom´s
AND NIETZSCHE WEPT as well as THE SPINOZA-PROBLEM are well read
among those interested in philosophy (mainly outside, but with some
links to academia) in Switzerland and Germany. In the workshop at the
13th
ICPP BEOGRAD 15th
-18th
of August 2014 I want to combine the topics of WHAT DO CLIENTS
EXPECT FROM PHILOSOPHERS and (NOT) PLEASED TO MEET YOU,
SCHOPENHAUER. See also the series of posts in English
on the 2013 book of Thomas Polednitschek THE POLITICAL SOCRATES
(German). With regard to Arthur Schopenhauer see Rudiger Safranski
(translated by Ewald Osers) 1989: SCHOPENHAUER AND THE WILD YEARS OF
PHILOSOPHY – a pleasure !
The13th
International Conference on Philosophical Practice (ICPP)
„Philosophical Practice as a Profession and as a new Paradigm in
Philosophy“ takes place at the Institute for Philosophy and
Social Theory (IFDT), University of Belgrade
Labels:
Belgrad,
Mike Roth,
Nietzsche,
Philosophical Practice,
Philosophische Praxis,
Safranski,
Schopenhauer,
Spinoza,
Yalom
Dienstag, Februar 04, 2014
Uni Konstanz Blockseminar
Schopenhauer
als Wegbereiter Nietzsches
28.7.
– 1.8.2014
Raum , reserviert 8:15 – 20:15
Privatdozent Arthur Schopenhauer machte keine glänzende akademische Karriere. Außerhalb des Fachpublikums wurde der Pessimist dann aber zu einem populären philosophischen Autor. Er wirkte bahnbrechend u.a. auf den jungen Nietzsche (und auf Freud) und auch Wittgenstein. Yalom stellte Bezüge her zum neuen Berufsbild „Philosophical Practitioner/Counselor“ in „Die Schopenhauer Kur“ (The Schopenhauer Cure, NY 2005) und entnimmt inhaltliche Anregung aus: Safranski, „Schopenhauer und Die wilden Jahre der Philosophie“ Ffm 2001 (1987).
Labels:
Nietzsche,
Philosophische_Praxis,
Safranski,
Schopenhauer,
Sommersemester 2014,
Wittgenstein,
Yalom
Samstag, Januar 18, 2014
Philosophic Praxis & Yalom 3
PRAISE FOR the schopenhauer cure
"Yalom´s melding of philosophy, ... psychiatry, and literature results in an engaging novel of ideas"
- San Francisco Chronicle
"Yalom´s melding of philosophy, ... psychiatry, and literature results in an engaging novel of ideas"
- San Francisco Chronicle
Phil had intellectually intrigued him.at the time of their first meeting Julius had been working on a paper on psychotherapy and the will , and Phil´s question -- why can´t I do what I truely want to do? -- was a fascinating beginning
Der Wille ist das Gewisseste. >Wille< ist (bei Schopenhauer) der Name für die Selbsterfahrung des eigenen Leibes...Die Selbsterfahrung des eigenen Leibes ist der einzige Punkt, wo ich erfahren kann, was die Welt ist, außer dass sie meine Vorstellung ist. - Rüdiger Safranski, Schopenhauer 317
translated by Ewald Osers the passage reads: The will is what we are most certain of. `Will` is (in Schopenhauer) the name for the self-experience of our own body ... Self-experience of my own body is the only point at which I can discover what the world is apart from its being my representation. Rudiger Safranski 212
Labels:
beograd workshop,
Julius,
Phil,
representation,
Safranski,
self-experience of my own body in the world,
The will,
Vorstellung,
Wille,
Yalom
Philosophic Praxis & Yalom 2
in Yalom´s novel Julius is a San Francisco psychotherapist whose life is threatened by cancer. Julius was just informed about that at a routine health check. He is in the mood to question whether he could consider himself in his active life as an effective healer or not: "were you really, truly, helpful to your patients? maybe you´ve just learned to pick patients who were going to improve on their own anyway"
Phil (Philip Slate) is a counter example so far. Julius remembers that he failed to cure him from sex drivenness, "preferring to skate on the surface of life and devote all his vital energy to fornication". Julius remarked in a therapy session that the inscription on his tomb stone could read HE LOVED TO FUCK.
"why would Phil continue for three years if he had gotten nothing? and god knows Phil hated to spend money"
Julius gets into contact with Phil 20 odd years later ...
Philosophic Praxis & Yalom 1
as a novelist the american psychoanalist irvin d. yalom loves to portray 2 or more figures, one of them being a philosopher. Freud and Nietzsche. Rosenberg and Spinoza. in 2006 he published the schopenhauer cure. "many fine books guided me in my writing. by far, I am most heavily indebted to Rüdiger Safranski´s magnificent biography, schopenhauer and the wild years of philosophy".
the author´s alter ego in this novel is Julius: "decades ago he had studied (the philosophical novel) Thus Spoke Zarathustra (1891) while writing an article on the significant but unacknowledged influence of Nietzsche on Freud". And another source of inspiration (not only on Freud) is Schopenhauer.
Labels:
beograd workshop,
Freud,
group-psychotherapy,
Nietzsche,
Philosophic Praxis,
Schopenhauer,
Yalom
Sonntag, Dezember 08, 2013
PPS 3 Begriffsperson ? / Concept-Person
>Philosophy< -according to
Deleuze/Guattari 1996- is c r e a t i n g concepts (Ffm: Was ist
Philosophie? p. 10) But Thomas Polednitschek is also borrowing the
term >concept-person< from these authors. The prototype is
Socrates „as the concept-person of Plato´s philosophy“. And
Polednitschek applies the term to philosophical practioners:
philosophy gets „a human face“ in a philosophical practice, the
face of the philosophical practitioner (Φπ).
On the one handside there is the praise
of „poverty“- , like Socrates the Φπ
is aware that she or he „does not know“ (beati pauperes
spiritu). On the other side the Φπ is creating a conceptual
constellation (>stella< is Latin for a star in the sky) and
this fortunate constellation makes it possible for the visitor in
the philosophical practice to find his or her way out of a life
problem, cf. PPS p.8 and pp. 19 f
Labels:
constellation,
creating concepts,
Polednitschek,
PPS,
Socrates,
Sokrates
Sonntag, Dezember 01, 2013
Tony & Phil: Yalom´s literary vision of a co-operation in THE SCHOPENHAUER-CURE
This is my proposal of a workshop at the
Philosophical Practioners´ congress in Beograd. I am a philosophical
practitioner organized in philopraxis.ch and Privatdozent at the University
of Constance / Bodensee at the
Swiss/German border: mike.roth@uni-konstanz.de
Yalom´s UND NIETZSCHE WEINTE as
well as THE SPINOZA-PROBLEM are well read among those interested in philosophy
(mainly outside, but with some links to academia) in Switzerland and Germany.
In the proposed workshop I want to combine the topics of WHAT DO CLIENTS EXPECT
FROM PHILOSOPHERS and (NOT) PLEASED TO MEET YOU, SCHOPENHAUER. See also the
series of blogs in English: http://feigenblaetter.blogspot.com
on the 2013 book of Thomas Polednitschek THE POLITICAL SOCRATES
PD Dr.
Volkbert M. Roth is editor of the book series PHILOSOPHISCHE PRAXIS (Konstanz)
1
Das
OrientierungsLos (with Detlef Staude) for philopraxis.ch
2
Leben ändern? – WIR ÜBEN. Diskussion von
Sloterdijk 2009 ANTHROPOTECHNIK
3
Paul Bischof: Legitimität ärztlicher Sterbehilfe
4
Viel Glück !
Abonnieren
Posts (Atom)

+freud.jpg)









