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Samstag, April 27, 2013

ARTIKULATOREN

Der Ausdruck ist entnommen dem Beitrag VIER STUFEN DER SPRACHEINFÜHRUNG. Überlegungen zum gemeinsamen Fundierungsstück der Sprachtheorie/Handlungstheorie in: Mittelstraß/Riedel (Hg): Vernünftiges Denken, Berlin / NY 1978. Dort wird „(unter Bezug auf jüngere Überlegungen von Kuno Lorenz) ein Versuch der Reformulierung des Anfangsstücks der konstruktivistischen Sprachhandlungstheorie unternommen“ S.73f. „Der konsequent pragmatische Ansatz löst zunächst systematisch alle isolierten, selbständig scheinenden Gegenstände der Rede … auf in einen allumfassenden Handlungsbrei. Zu den Handlungen in diesem umfassendsten Sinn gehören insbesondere auch die Handelnden selbst, ihre Handlungspartner, - objekte und – umstände. Handelnde und Handlungsobjekte sind als isolierte Gegenstände der Rede in diesem allesumfassenden Handlungseintopf noch nicht lokalisiert und als distinkte ausgegliedert. Es soll vielmehr im folgenden erst darum gehen, aus einem zu erarbeitenden Verständnis von Handlungen im umfassendsten Sinn das eingegrenzte Verständnis von Handlungen im engeren Sinn und von weiteren Gegenständen der Rede zu gewinnen … am Anfang des systematischen Aufbaus (kann es) keine außerhalb des `Bereichs der Handlungen´ liegenden Gegenstandsbereiche geben“. S.75

Das Lehren und Lernen soll sich nicht nur auf eine Handlungsweise beziehen, neben stanzen soll putzen gelernt werden und abschleifen überstehender Ränder der gestanzten Löcher, wo es nötig ist. Die drei artikulierten Handlungen STANZEN, PUTZEN, ABSCHLEIFEN bilden hier einen Weltausschnitt. Zu diesem Weltausschnitt gehören die Materialien, Maschinen, Gebäude, (ihr Ort und die Leute) A und B. Aber sie alle treten nur auf als ungeschiedener Teil der umfassenden Handlungen STANZEN – PUTZEN – ABSCHLEIFEN.“ S. 78

A spricht „Putzen!“ und B soll PUTZEN ausführen, dann A macht PUTZEN vor, ohne es zu artikulieren, und B soll „Putzen“ sagen. In diesen Lernproben ist weger das Ausführen des Tataspekts vorsprachliches Handeln, noch ist das Ausführen des Sprachaspekts (Sprechen) bloßes Aussprechen einer bedeutungslosen Lautkette...
Auf der Ebene der sprachphilosophischen Reflexion sollen die gelernten Sprachbrocken >Artikulatoren< heißen.“ S. 79

Montag, April 16, 2012

Sein in der Gegenwart

Philosophieren (Hampe) & Atmen (Vipassana Achtsamkeit)

Ein Seminarangebot von Volkbert M. Roth
und Monika Schäppi IN VORBEREITUNG

In den 2009 erschienenen Meditationen über Glück und Sterben (Das vollkommene Leben) hat der Philosoph Michael Hampe sich dem Thema auf eine Weise angenommen, die uns auf unterschiedliche Weise hat aufmerken lassen.
V.M. Roth interessiert sich für die Berührungspunkte zur neuen Richtung „Philosophische Praxis“ (siehe Roth/ Staude), einem Philosophieren über Lebensfragen diesseits der universitären modernen Fachphilosophie , und die Sokratische „Sorge um die eigene Seele“ wiederaufnehmend. Er begleitet beim Herangehen an den literarisch philosophierenden Text Hampes als Ganzem.
Für M. Schäppi ist Achten auf den Atem Wahrnehmen der Aktualität des Gegenwärtig - Seins. Es geht ihr in den Atemübungen nicht um die Vorstellung, wie die Atmung oder der Körper künftig sein könnte/sollte, sondern wie sie je gegenwärtig sind. Darin ist nicht nur ein angenehmer Zustand enthalten, sondern beides: Glück und Schmerz. Dies wird in der Vipassana Meditation berücksichtigt und erfahrbar. Bezugspunkte liefert insbesondere Hampes Kapitel Glück der Seelenruhe, das auch entgegenwirkende Momente thematisiert.


Literatur
Michael Hampe, Das vollkommene Leben. Vier Meditationen über das Glück, München 2009 Seminartext – bitte mitbringen

Zur Vipassana Meditation: googeln!

Zur Philosophischen Praxis:
Volkbert M. Roth und Detlef Staude (Hg) für netzwerk philopraxis.ch, Das OrientierungsLos. Philosophische Praxis unterwegs, Konstanz 2010

Sonntag, September 18, 2011

FISCH für KUNST 21.9. 19h RAThausA´bach


FISCH für KUNST


... kam 1969 an den See – in den Fachbereich Philosophie der Universität Konstanz. 1976 Visiting Lecturer an der University of Sydney. Freundschaft mit Neil Horne (www.dotatelier.net) und gemeinsames „Kunsten“ meernah. Rezeption indigener Ritzzeichnungen und der kreativen Umsetzung in Graphik von Neil Horne.

Seit einigen Jahren Kontakt als Philosoph zur 3ART-Galerie Radolfzell und Gemeinschaftsausstellungen „Aus Ton und Holz“ zusammen mit der Güttinger Keramikerin und Kunsttherapeutin Geru Müsch, Veranstaltungsreihe „Philosophierend Töpfern“. Siehe auch: www.feigenblaetter.blogspot.com . Volkbert M.Roth gibt im Hartung-Gorre Verlag Konstanz die Reihe PHILOSOPHISCHE PRAXIS heraus: "Im Kunsten wie im Philosophieren lässt sich erleben, dass wir nicht >festgestellte< Wesen sind. Dies ist notwendige Bedingung, soll die Rede von >Lebenskunst< Sinn machen. Die Übung des Kunstens führt vor die Sinne uns selbst als Kreative. Stets schon verbunden mit Natur und Kultur - kann Kunsten unseren Sinn erfüllen mit der Freude, uns nicht als festgelegt misszuverstehen." (Band I, 100).

Mike Roth ist Mitglied des Netzwerks philopraxis.ch, er verbindet gern Naturschweifen, Reisen, Kunsten und Gespräche in der SinnPraxis.

Hölzerne Skulpturen stehen im Güttinger Skulpturengarten (skulpturengarten@web.de) im Garten Allensbacher Seestr. 25 - und in der Reichenauer Merzengasse , integriert in einen ausladenden Feigenbaum, lehnt die HIMMELSLEITER.

„Mike Roth hat einen (lächelnden, phallischen) Fisch aus Holz geschnitten“ (Südkurier/Kopitzki) – der Nachbar Mundle hat gern geangelt und Fische geräuchert. Ein geräuchertes Unterseefelchen war meine Vorlage. Die kleine Skulptur hat ihren praktischen Einsatz auf einem Allensbacher Tisch als Untersetzer – für heiße Pilz- und Fisch-Pfannen.