Freitag, Juli 29, 2022

und sein/ihr Eigentum

28.7.22 SinnPraxis in Langenrain. Wir besprechen MAX STIRNER ausgehend von Safranski2021.

Dienstag, Juni 07, 2022

EINZELN & gemeinschaftlich

In der SinnPraxis Bodensee lesen wir im kleinen Kreis Rüdiger SAFRANSKI, EINZELN SEIN. Die nächste Sitzung wird am 1. Juli sein: DIDEROT steht auf unserem Programm. Vorausgegangen ist ein Gespräch zur Passage über Rousseau. Dieser hat die beiden Seiten in zugespitztem Grad zum Ausdruck gebracht. Safranski 2021-69: Rousseau hat von sich selbst gesagt, er sei ein Mensch der Extreme. Entweder ganz in der Gesellschaft oder ganz außerhalb.

Donnerstag, Dezember 16, 2021

Beat C. Sauter, homo scarabaeus.Grenzgang

Der Schweizer Autor Beat Claude SAUTER kam in den letzten Jahren zu seinem Kollegen auf die Insel Reichenau und wir diskutierten sein Thema WÜRDE IM LEBEN UND STERBEN. Nun ist das Ergebnis als Band 8 in der Reihe PHILOSOPHISCHE PRAXIS (2021) erschienen. Anbei meine Vorwort COLLAGE: ...zur Pille des homo scarabaeus .......................................... ....Was da gedreht wird – ist´s Philosophie? Ja, -„dr Beat“ dreht uns mit diesem Text eine Pille: () „Kafka, Rilke, Goethe und Hölderlin, ihnen und den unerwähnten anderen haftet das Philosophische ebenso an wie die Kunst, den Leser in fiktionale Sphären zu bringen. Solche Sphären sollen den Leser in höchste und in niedrigste Sphären locken, in Sinn und Bedeutung die ganze Kontroverse auskostend, wie dies vom Skarabäus (Mistkäfer, scarabaeus sacer) traditionell die Rede ist, von dem, der den ganzen Tag Sonnen mit seinen Bällchen formt. Sonnen, die dann untergehen. Er ähnelt dem ambivalenten Menschen, der Genie und doch Mensch ist, …“ Beat C. Sauter führt in Winterthur die philosophische Praxis ALKYON und war davor Lehrer für Literatur und Philosophie. Wir trafen uns im Netzwerk philopraxis.ch und entdeckten, dass wir Nachbarn sind, die sich unkompliziert miteinander austauschen – auch über Grenzen. Wird es eine bittere Pille sein? Zum Einstieg ein Kontrast: () „die Neuprägung homo scarabaeus (ist eine) Absetzung von HOMO DEUS … auch als Abgrenzung vom transhumanistischen Argument gemeint, welches vorsieht, dass der Mensch (biologisch) fit für die Unsterblichkeit gemacht wird. Dieses Argument ist aus philosophischer Sicht ein metaphysischer Fehlgriff“. O Isis und Osiris lenket …? Auch in der Philosophie kann es um Weisheit gehen, bezogen auf Leben und Sterben. Mozart verbündet sich in der Zauberflöte mit dem Kern der philosophischen Praxis (entstanden vor und neben der uns bekannten Philo-sophie). „O Isis und Osiris schenket der Weisheit Geist dem neuen Paar! .Die ihr der Wandrer Schritte lenket, stärkt mit Ge-duld sie in Gefahr! .CHOR: Stärkt mit Geduld sie in Gefahr!“ Geduldig ist er, der scarabaeus und emsig zugleich. (Freilich schafft –um in der Mozartischen Szenerie zu bleiben - der Tempel mit der Mutprobe auch Gefahr) Dr Beat wie dr Amadé bedienen sich der uns beeinflussenden Kulturge-schichte und entnehmen ihr Figuren, der Letztere den singenden Sarastro samt Freimaurertempel, der Autor dieses Buchs den altägyptischen Mistkäfer – als Anregung zur Entwicklung zeitgenössischer Gedanken. Ein „Narrativ" kann weiterhelfen, diejenigen Vorgänge im Vorfeld zu verstehen, die dem menschlichen Verstand in ihrer Endgültigkeit im Nachhinein letztlich verschlossen bleiben. Hier ist die Vorstellung eines homo scarabaeus auch für Sterbeprozesse in seinen Bedeutungen vielschichtig und hilfreich: «Die vielfältigen auf Osiris anspielenden Aspekte des Skarabäus im ägyptischen Totenkult können so zusammengefasst werden: Die Mumie in einem Sarg mit einem Ska-rabäus unter dem Kopf ist eine Figur des Osiris, unter dessen Kopf nach dem Mythos ein Skarabäus gefunden wurde. Gleichzeitig ist der Skarabäus eine Transformation des Osiris selbst, deren Erreichen eine der Voraussetzungen für die Auferstehung eines Verstorbenen ist, und deshalb ist der Skarabäus im Kontext eines Sarges, einer Mumienmaske oder eines Leichentu¬ches auf der Brust oder am Kopf der Ausdruck des Wunsches, in einen Osiris verwandelt zu werden, weil dadurch sich die Mumie einer Osiris Darstellung annähert. Osiris als ein Skarabäus ist ein Sinnbild für die solaren Aspekte des Gottes in seiner unterweltlichen Vereinigung mit dem Sonnengott und zeigt dadurch einmal mehr das Streben des Ägypters, am Lauf der Sonne und ihrer Wiedergeburt teilzuhaben. […] Gerade weil der Skarabäus ein derart vielfältig bedeutungsgeladenes Bild ist, war er so ausgesprochen populär und weit verbreitet und ist, in der Menge an unterei-nander verwobenen Symbolwerten, sehr schwierig in seiner Komplexität voll zu würdigen.» Als wäre dieses alte mythologische Narrativ vom Leben und Sterben in Würde dem heutigen Menschen entsprechend geschaffen."() Freilich wird dabei ein Schritt gemacht vom DEUS SCARABAEUS zum homo scarabaeus. (Siehe auch Assmann, Jan / Ebeling, Florian, Ägyptische Mysterien, REISEN IN DIE UNTERWELT IN AUFKLÄRUNG UND ROMANTIK, 2011 und Jan Assmann, Religion und kulturelles Gedächtnis. Zehn Studien, 5. Auflage, München 2018 zur "Gedächtnisgeschichte des Abendlandes".) Narrative Philosophie „Es ist die fehlende Geradlinigkeit, die Vieldeutigkeit der Sinne, die … narrative Philosophie so spannend und philosophisch so interessant macht. Wenn denn hierfür ein Zitat hilft, solches Bemühen (von Hampe u.a.) zu veranschaulichen, bitte: «Ich halte diese Art von Erzählen, das eine ganze Welt von Bedeutung geradlinig, scheinbar unzweideutig trans-portiert, für hohe Kunst, aber nicht für die einzige. Ich ticke nun einmal anders.»… Auch wenn Muschg hier von der Weltliteratur wie z.B. Ernest Hemingway u.a. spricht, meint er dasselbe, was Hampe macht. Der Bedeutungen sind mehrere, die Sache ist komplex. So, oder ähnlich lässt sich ein anthropopoetisches Leben als scarabaeischer Glücksbringer verstehen. Wie der Skarabäus das Nilhochwasser vorausahnte und in die Häuser floh, was den Bewohnern die vorstehende Veränderung anzeigte, womit er die sinnbringende Botschaft durch seine Anwesenheit überbrachte. Kafkas eingangs erwähntes ungeheures Ungeziefer, Gregor Samsa, bringt ihm kein Glück, wohl aber die Einsicht über seine prekäre Situation. Diese Einsicht birgt aber auch das Potential zur Transformation.“ () Ein detailliertes Bild von der eigenen Sicht entsteht in Abschnitt 5 im Dialog mit Michael Hampe, DIE WILDNIS; DIE SEELE; DAS NICHTS. Über das wirkliche Leben. Eine Simulation, München 2020. Einleitend heißt es: „…so wird man feststellen, dass der Skarabäus/scarabaeus sowohl ein Kotbällchen drehender Mistkäfer als auch ein heiliger Pillendreher ist" (scarabaeus sacer), welcher mit der Mistkugel die Sonne, ihren Untergang und Aufgang symbolisiert. "Dieses Bild auf den Menschen übertragen passt nicht nur in der Ähnlichkeit, sondern vermag eigentlich die Ambivalenz aller Interpretation, allen Streits um die Divergenz von Sinn und Bedeutung, herauszustreichen. Der Mensch ist … das Lebewesen, das ohne jegliche Interpretation (folglich ohne Narrativ) nicht auskommt. Hier liegt auch ein «Vorteil» des Praktischen gegenüber dem nur geistig Geschauten, mit der «richtigen» Geschichte «zur Hand» ist der Mensch auch parat, sich aus Umständen zu ent-wickeln, sich aus … Situationen loszulösen, zu be-freien - um ein Leben in Unwürde oder/UND ein Sterben in Unwürde zu vermeiden“.() Insel Reichenau 2021.................................. Volkbert M. Roth (Herausgeber zusammen mit Egon Hein) ...............sinnpraxis@gmail.com................................. ................. BEAT C. SAUTER verfasste die folgende Rundmail: Liebe Philosophie-Interessierte, liebe Neugierige ................ Es ist lange her, seitdem ich Sie das letzte Mal zu einer Veranstaltung (Café Philo) habe einladen können. Die gegenwärtige pandemiebedingte Lage lässt solche Anlässe nicht mehr ohne Hürden zu. Vielleicht kann ich Ihr philosophisches Interesse stattdessen mit der nachfolgenden Botschaft auf meiner homepage (www.alkyon.ch) wecken: «Seit drei Jahren beschäftige ich mich mit einem Thema, das mich seit Jahrzehnten immer wieder begleitet hat: Würde. Über dieses Thema habe ich nun ein Buch mit dem Titel homo scarabaeus geschrieben, das soeben veröffentlicht wurde: dieses Buch passt in die heutige Zeit, in eine Krisenzeit. Es zeigt den Unterschied von Sinn und Bedeutung des Würdeverständnisses und betrachtet die Ähnlichkeiten der Beziehung zwischen dem Menschen und dem heiligen Käfer (Skarabäus). Diese Beziehung ist eine Krisenbeziehung und doch eine vielversprechende. In der heutigen Zeit wird der Skarabäus lediglich als Mistkäfer gesehen. Im alten Ägypten wurde dieser Käfer aber wegen seiner mysteriösen Tätigkeit, dem Drehen von Mistkugeln, verehrt. Nicht etwa, weil er nur Mistkugeln drehte, sondern weil daraus junge Skarabäen krochen. Den Zusammenhang des Zeugungsvorganges und des Nestbaus haben die alten Ägypter nicht gekannt und anders gedeutet. Sie haben diesem Käfer übersinnliche, göttliche Kräfte zugesprochen: in seine Mistkugeln deuteten sie die Sonne, worin die Ägypter die höchste göttliche Ausdrucksform sahen. Ihre Beziehung zu diesem Käfer war, obschon auf fiktiver Grundlage, eine intakte und sehr respektvolle. Denn immer, bevor der Nil über die Ufer trat, flüchtete der Käfer in die Häuser der Menschen, er «warnte» sie vor dem Ereignis und brachte in der Krise zugleich die frohe Kunde bevorstehenden Glücks, denn das Wasser bedeutete Fruchtbarkeit der ausgetrockneten Böden und verhiess eine nahrhafte Ernte. Das Vielversprechende dieser Beziehung fusste demnach aus Sicht der Menschen auf leicht überhöhten Annahmen. Käfer können, zumindest aus der Sicht von Menschen, keine eigene Stellung nehmen und kein Selbstbild von sich machen. Menschen hingegen schon. Käfer können demgemäss nicht erkennen, ob sie von anderen als göttlich oder als banal irdisch empfunden und behandelt werden. Menschen kennen diese Unterschiede aber sehr wohl. Menschen sehen sich und ihresgleichen in ihrer Bedeutung gerne als etwas Wichtigeres, als sie in Tat und Wahrheit sind. Sie überhöhen ihrer Stellung, um besser vor sich selbst und anderen dazustehen. Bedeutung und Sinn ihres Daseins sind immer wieder Grund für Kränkungen und grober Täuschungen ihrer selbst und anderer. Im Unterschied zu den Käfern müssten die Menschen von diesen Täuschungen wissen. Den meisten Menschen ist jedoch im gleichen Masse wie dem Käfer unklar und meistens unbekannt, dass sie sich um Würde als Gut selbst bemühen müssen. Wenn die Menschen mit ihrem je eigenen, unmittelbaren Tod als Sterbliche konfrontiert werden, erinnern sie sich oftmals an diese Würde, die sie vielleicht nie gekannt, immer gesucht, selten in Anspruch genommen und oft verschmäht hatten. Plötzlich wird ihnen immer klarer, wieviel Sinn es machen würde, sich um Würde zu kümmern…» Das Buch ist bei Amazon erhältlich, hier ist der Link: https://www.amazon.de/homo-scarabaeus-Grenzgang-Sterben-PHILOSOPHISCHE/dp/3982298741 Rückmeldungen zum Buch würden mich freuen. -- A L K Y O N Philosophische Praxis www.alkyon.ch Beat Claude Sauter, Technikumstrasse 98, 8400 Winterthur kontakt@alkyon.ch

Sonntag, August 08, 2021

Action, corporal & symbolical interaction, Perception and Philodrama, ICPP2021

Mike Roth, Neil Horne, Regina Penner “SinnPraxis” is a philosophical practice in the South-West of Germany close to Switzerland and Mike Roth is on the board of the a professional network philopraxis.ch. For a panel organized by Lydia Amir July 27th at ICPP2021 Philosophical Practice and the Arts Mike Roth had put together this contribution PHILODRAMA in philosophical practice? Drama happens at the beginning of the European philosophical tradition. The death of Socrates is the kernel of a tragedy and the comedy of Aristophanes, THE CLOUDS, - staring: the philosopher - is a stepping-stone to it. The German word for >drama< is SchauSpiel. Let us start with the second half. >Spiel< as in Wittgenstein´s SprachSPIEL (language-game) refers to an interaction, and in turn, >acting< can be used as a translation for >Schauspielerei<, what actresses / actors do in the theater (im Schauspielhaus) or in a film. The first part of the compound word >SchauSpiel< bears similarity to (a) “show”. Most of this seems to be relevant to some degree to philodrama as a philosophical practice. My example in the following snapshot and its connection to a quote from a famous painting (The Death of Socrates, DAVID 1787) may also be understood as a TALKING SOCIAL SCULPTURE.
I propose the format of philodrama to re-liquefy philosophy (its history primarily as a collection of written texts) in shared philosophising. Re-enacting the image as a living sculpture:
Jo Magrean observed this through the lens of his video-camera and directed our set-up so that everyone playing a role was "in the picture". This is clearly visible in the first part of the video. Setting the stage and recruiting participants go hand in hand here. The cameraman gives the signal and the PHILODRAMA WITH SOCRATES begins freestyle (transcribed & translated here -with slight changes- are 3 min of recorded 8 ½ min): Flee shall I, O Kriton? Flee, while there is time! 5.30 We are in no hurry. Look: here is the cup. The Athenians want me to leave this life. But you know you still have a chance - -the chance to drink this cup. That is the law. But your fellow citizens, they still need you! You have listened to me a lot, O Kriton. Did I not say that one must think of one's own soul? To strive for a good life? Think of yourself! O Socrates, but here is the last possibility. 6.26 Sure, the law speaks for you and against you. But we need You here in Athens - even longer! O friends, why did I send away this Xanthippe and my son that we might not complain but philosophise? Only now do I understand you, O Socrates! https://streaming.uni-konstanz.de/talks-und-events/2018/philodrama/ This live event Philodrama Socrates happened at an intervision gathering of the Internationale Gesellschaft für Philosophische Praxis (IGPP). The participants were colleagues active in philosophical practice. From Athens of the sophists and Socrates 399 BC to Paris-Existentialism! Re-enacting an early move towards Existentialist Philosophy in Mike Roth´s workshop at ICPP-online in 2021 had to overcome limitations. The three performers were in South Ural, New South Wales / Australia & central Europe, therefore living in different time-zones. But we were united in our shared interest in developing and experiencing new formats of philosophizing and sharing experiential philosophical practice!
Philodrama SANTé ! A ron B eauvoir S artre 1932 in Paris Neil (ARON) A U S T R A L I A– Regina (Beauvoir) R U S S I A – Mike (Sartre & REGIE) EU SANTé ! Welcome at the EXISTENTIALIST CAFÉ philo E N J O Y and DO PHILOSOPHY ! (Let the three do the first round. Interruptions welcome in the second round!) A: …up to now philosophers have put forward abstract theories – B: …and the German phenomenologists-? A: For phenomenologists, the object of philosophy is life itself ! S: As we live it –? A: Moment by moment Santé! (A-B-S are sipping apricot cocktails) A: In the process, phenomenological "reduction" (Husserl) fades out what philosophical questions and answers have been since Plato ... S: for example? A: Whether things are real, whether we have certain knowledge of anything... B: and what is philosophised about instead? A: We humans have always been thrown into a world in which many things appear to us - the phenomena. Let us look at what presents itself to us and describe it as precisely as possible. So, as phenomenologists, - B: we might think about our apricot cocktails... S: and make philosophy out of it! A – B -S: SANTé - The quote from the philodrama Santé stops here and philosophizing may start from here anew. See Neil Horne further down. A German version as printed below was used in our philosophical practice midsummer meeting, celebrating the first live coming together after a long time of online. Both BAKEWELL 2017, p.2 and EILENBERGER 2020, p.71 take that passage from Simone de Beauvoir (La Force de l'âge. Gallimard, Paris 1960, p. 141– that is 28 years after the event. Sarah Bakewell therefore introduces Arons words with, ”Aron may have been saying something like this”, thereby encouraging philodrama-performing. In Beauvoir there is only this sentence: Tu vois, …, si tu es phénoménologue, tu peux parler de ce cocktail, et c`est de la philosophie! - You see, ..., if you are a phenomenologist, you can talk about this cocktail, and that's philosophy! How may this be understood? In what way can philodrama be a way towards understanding, approving or rejecting? A video from the 2021 workshop will be available. It contains the clip of philodrama Socrates 2017 and the Husserl-passage of the video on our colleague Leon de Haas´ lecture CONTEMPORARY SOCRATES ICPP2020. See also: Leon de Haas -In Memoriam 1949-2020- David Sumiacher, Exploring Each Other’s Way in Philosophical Practice: A Dialogue, Philosophical Practice, July 2021, 16.2: 2682-88 Neil Horne, https://dotatelier.blogspot.com/2021/08/the-reality-of-perception.html triggered by our philodrama Santé on Beauvoir, Sartre & phenomenology

Samstag, Mai 22, 2021

Anfang von Allem*

H.R.W schickt mir im kühlen Mai 2021 den Text mit dem provokanten Titel: Gimme that ol´ time religion (wir haben den Spiritual trampened durch Griechenland 1967 herzbrechend miteinander gesungen und werden es bei passender Gelegenheit wieder tun) … that ol´ time religion is good enough for me Gewidmet ist HRWs Intervention unserem geschätzten Kollegen Pirmin Stekeler mit dem Bezug auf Bd. 2, Wesenslogik, S. 325/326) Happiness is a warm … yes it is! Einen Korb mit Erdbeeren auf dem Markt füllen lassen. Auf dem Rückweg
der Odem von Elohim über Wasser. Szene eines Anfangs? Anfang von 1, Anfang von 2, ja. Aber Anfang von Allem*? Ohne Bereichbeschränkung ist der Ausdruck nicht „wohlgeformt“ – und hat daher nach Grammatikertradition ein *. „UR“ in URknall beansprucht ein solcher Uranfang zu sein. Was kann da knallen, wenn noch nix da ist? Und wenn was zum Knallen schon da ist, ist es vor dem Anfang da. Freilich dies ist ein Argumentieren in Raum und Zeit von „uns“, die wir nicht masselos sind und uns stets mit weniger als Lichtgeschwindigkeit bewegen – solange wir mit Freude im Meer schwimmen. Creatio ex nihilo (Schöpfen „mit nix“ aus Nichts*), ein Knall von Nichts, den ersten Anfang setzend – sie liegen wohl jenseits unseres (argumentierenden) Denkvermögens. Und worüber wir nicht verständig reden können … - Vorfühlend Singen? HRW: Hübsche Idee, einen bereichsfreien Allquantor mit Gendersternchen zu markieren – da kann dann außer männlichen, weiblichen und sächlichen Sachen noch eine unendliche Offenheit für „Diverses“ mitgemeint sein. „Creatio ex nihilo“ ist in der Tat vergleichbar mit „Urknall“: das erste ist Theologen-, das zweite Physiker-Kauderwelsch. Beides ist schön verständig daher geredet (es verwendet die Formen, in denen wir z.B. verstehen, was eine Eselsbrücke und was Schießpulver ist) und bedeutet eben deshalb nix. Insofern, ja, Dein Argument trifft beides – mitten ins Herz. Aber „Unser Denkvermögen“ dürfte schon noch darüber hinaus langen: Augustinus, Renatus Cartesius und andere (Georgius Guillelmus Fridericus Hegelius) haben schon mal angedeutet, wie dieses Vermögen sich als den Ort fassen lässt, an dem der Geist (von Allem*) schon mal ein bisschen von sich weiß.

Sonntag, April 18, 2021

Contribution to the WORLD CONGRESS 16. ICPP online ISBN 978-3-9822987-2-6 "Philosophical practice for self-knowledge by means of intellectual creativity" This publication documents in print the presentation of an interactive eREADER (PHI 6.1) at the 16. International Conference on Philosophical Practice, July 2020 St. Peters- burg. The procedure had to be adjusted to the new situation and the conference was brilliantly organized by the Chelyabinsk team around Sergey Borisov ONLINE. Mike Roth´s presentation of initially 30 min became a workshop of 90 min. The book follows for the first 141 pages the structure and contents of the eBook (with small changes) and adds the eleborated text of the online workshop. Readers now will find the links to all presentations (video), see p.183 [1] icpp.ru and this leads to icpp.ru/en/programm-and-events. Click on Online Conference! Find yourself connected with www.icpp2020.ru/l/online-conference-on-philosophical-practice-july-28-31-2020

Mittwoch, März 24, 2021

Philosophische Woche 2021

D E N K R E I S E 2 0 2 1 Philosophische Woche ISTRIEN im August / September ÖKOSOPHIE & Latours Denkbewegung (Dr. Christine Mok-Wendt SinnpraxisLangenrain@gmail.com) & mein Rückblick auf das online - Treffen Internationale Konferenz PhiloPraxis Privatdozent V.M. Roth SinnPhiloPraxis@gmail.com)

Mittwoch, März 17, 2021

ICPP 2021 wieder online

Mike Roth at ICPP2021 online DOING PHILOSOPHY TOGETHER: narrative philosophy (Michael Hampe), fictional practitioners (Leon de Haas) & philodrama Narrative Philosophy is a relatively young new branch on the old tree of philosophical literature. It combines literary traits with written philosophy. I will contrast works of Michael Hampe 2020, 2008 and Wolfram Eilenberger 2020, 2018 and discuss aspects of making use of these books in philosophical practice. For the perspective of bibliotherapy cf. Doing philosophy together, Roth & Mok- Wendt / https://philopractice.org/web/mike-roth-and-christine-mok-wendt, thanks to Ran Lahav and Willi Fillinger. As to philodrama see the video of my workshop at last years ICPP. -https://www.icpp2020.ru/l/mike-roth-germany/- A stepping stone is “Reading in distributed roles” (several voices) of a narrative philosophy text like Michael Hampe, Wilderness-Soul-Nothing(ness) – Die Wildnis – Die Seele – Das Nichts in a setting of philosophical practice. I am asking Regina Penner to help simulating this last format with me in the workshop. A way to make use of Eilenbergers presentation of 4 great figures in the philosophy of the 20 th century (1933-1943) Hannah Arendt – Simone de Beauvoir – Ayn Rand – Simone Weil could be in formats inspired by Leon de Haas 2020 -https://www.icpp2020.ru/l/leon-de-haas-the-netherlands/- , trying to create them as fictional philosophical practitioners.

Freitag, November 13, 2020

PHILOSOPHICAL PRACTICE (Roth & Hein, eds.) 2020

Contribution to the WORLD CONGRESS 16. ICPP online ISBN 9798550308462 "Philosophical practice for self-knowledge by means of intellectual creativity" This publication documents in print the planned presentation of an interactive eREADER (PHI 6.1) at the 16. International Conference on Philosophical Practice, July 2020 St. Peters- burg. The plan had to be adjusted to the new situation and the conference was brilliantly organized by the Chelyabinsk team around Sergey Borisov ONLINE. Mike Roth´s presentation of initially 30 min became a workshop of 90 min. The book follows for the first 141 pages the structure and contents of the eBook (with small changes) and adds the eleborated text of the online workshop. Readers now will find the links to all presentations (video), see p.183 [1] icpp.ru and this leads to icpp.ru/en/programm-and-events. Click on Online Conference! Find yourself connected with www.icpp2020.ru/l/online-conference-on-philosophical-practice-july-28-31-2020 !

Mittwoch, September 09, 2020

ADORNO

Das Thema der PHILOSOPHISCHEN WOCHE 7.-11.9.2029, Theodor W. Adorno: MINIMA MORALIA (1951). Wir tagen am Bodensee. Das Wetter sehr geeignet zur Freiluft Philosophie. Es ist nun schon der 10.9. und wir haben den ersten Teil (1944) beendet. Paul fand den Schluss gelungen. Der Eindruck festigte sich durch den Sprung zu dem erst 2019 gedruckten Vortrag Wien 6.April 1967. Mit dem Schluss des Nachworts (Volker Weiß) beginnen wir den letzten Tag.

Mittwoch, August 26, 2020

beseelt - entseelt

Am 20.8.2020 traf sich die SinnPraxis-Literaturgruppe (nach einer Sommerpause) im Singener Stadtgarten von Ute und Carlo, um Michael Hampe´s einfallsreicher Dekonstruktion von SEELE weiter zu folgen. Wir kamen bis 225, Kagami zu Aaron Fisch: "Mit deiner Erzählung beseelst du Moritz ja noch einmal, oder du holst ihn als Seele zurück. Und wenn die Seele ein Ideal der Vereindeutigung ist, dann ist das vielleicht auch der Erzählung, die beseelt, geschuldet." Von dieser Überlegung ausgehend kann ein mißglückter Satz auf 223 dann so lauten: "Nicht die Unsterblichkeit der Seele oder die Vereindeutigung ... sind das eigentliche Lebensproblem, sondern ob wir über die Vorgänge in unserem Bewußtsein Macht haben oder nicht." Kurz darauf , am 24. in Allensbach ein Spätsommerabend mit grandiosem Seeblick - Übergang zum Tag Drei: "Als der Tee fertig war, setzte sich Aaron Fisch an den Tisch, gab Pflaumen, Preiselbeeren und Joghurt zu seinem Porridge, drückte auf sein Lesegerät und las, während er den ersten Löffel warmkalten Hafer-Joghurt-Preiselbeerbreis in seinem Mund schmeckte: Snowdrop Now is the globe shrunk tight Round the mouse´s dulled wintering heart. We(a)sel and crow, as if moulded in brass, Move through an outer darkness Not in their right minds, With the other deaths... Fortgeführt mit "She," - doch worauf soll sich dies feminine Pronomen singularis beziehn? (244) Auf "mouse"?- too, pursues her ends, brutal as the stars of the month, her pale head heavy as metal. Und 246: "Dann las er nochmal das Gedicht: -(unkommentiert diesmal auf Deutsch)- Schneeglöckchen Jetzt ist die Welt eng zusammengezogen um das gedämpfte winterliche Herz der Maus. Wiesel und Krähe, wie in Messing gegossen, Bewegen sich durch eine äüßere Dunkelheit Nicht ganz bei Sinnen. Zusammen mit den anderen Toden. - wieder mit einem Syntax-Bruch fortgesetzt - Es verfolgt auch seine Ziele Grausam wie die Sterne dieses Monats ... DeepL hilft zu einer alternativen Übertragung des englischen Originals ins Deutsche: Schneegestöber jetzt ist der Globus zusammengeschrumpft um das stumpfe, überwinternde Herz der Maus. Wiesel und Krähe, wie in Messing gegossen, bewegen sich durch eine äußere Finsternis nicht bei klarem Verstand, mit den anderen Todesfällen. Auch ... verfolgt ... Ziele, brutal wie die Sterne des Monats, der bleiche Kopf schwer wie Metall. Aaron Fisch hatte auf den Zufallsgenerator auf seinem Reader gedrückt. "und ausgerechnet dieses Gedicht von Ted Hughes war gekommen ... schien sich direkt auf seine Situation zu beziehen.

Samstag, August 22, 2020

Die Wildnis.Die Seele

Am 20.8.2020 traf sich die SinnPraxis-Literaturgruppe (nach einer Sommerpause) im Singener Stadtgarten von Ute und Carlo, um Michael Hampe´s einfallsreicher Dekonstruktion von SEELE weiter zu folgen. Wir kamen bis 225, Kagami zu Aaron Fisch: "Mit deiner Erzählung beseelst du Moritz ja noch einmal, oder du holst ihn als Seele zurück. Und wenn die Seele ein Ideal der Vereindeutigung ist, dann ist das vielleicht auch der Erzählung, die beseelt, geschuldet." Von dieser Überlegung ausgehend kann ein mißglückter Satz auf 223 dann so lauten: "Nicht die Unsterblichkeit der Seele oder die Vereindeutigung ... sind das eigentliche Lebensproblem, sondern ob wir über die Vorgänge in unserem Bewußtsein Macht haben oder nicht." Kurz darauf in Allensbach ein Spätsommerabend mit weitem Blick ...

Freitag, August 14, 2020

Contemporary Socrates? Leon de Haas zum Gedenken

Lieber Leon, Du hast uns überrascht! Metaphorisch fragen können wir nach dem Menschen-Schmetterling. Denn (Ei), Raupe und Puppe zusammengenommen lassen sich als "irdisches Leben" auffassen. Aus dem letzten Stadium löst sich ein fliegendes Wesen. Platon lässt Sokrates im Phaidon "gerade entfesselt" (Band 3 der Ausgabe WBG, S. 11) vor den eingetretenen Freunden um Kriton philosophieren: "weil ich von der Fessel in dem Schenkel vorher einen Schmerz /12/ hatte, so kommt mir nun die angenehme Empfindung hintennach." Auch dies eine Metapher für ein "Leben" nach dem Tod? (afterlife) Sokrates räumt den mit ihm philosophierenden Freunden gegenüber an seinem letzten Tag im irdischen Leben ein, "nicht unwillig zu sein über den Tod" 63b (S.21). Er sei "der frohen Hoffnung, dass es etwas gibt für die Verstorbenen und … etwas weit Besseres für die Guten als für die Schlechten" 63c - 4 Jahrhunderte vor der christlichen Zeit formulierte Jenseitshoffnung! (Vielleicht nicht der unwichtigste Punkt für das spätere Andocken der Christen des römischen Reichs an klassische Griechische Philosophie bzw. für die Fortsetzung der Verehrung des Sokrates auch in "christlicher Zeit".) Und 64a "will ich nun Rede darüber stehen, dass ich mit Grund der Meinung bin, … (wer) wahrhaft philosophisch das Leben vollbracht, müsse getrost sein, wenn (sie oder) er im Begriff ist zu sterben, … dort Gutes in vollem Maß erlangen werde".  War Platon ein Vorreiter NARRATIVER PHILOSOPHIE? Im Folgenden lässt er Sokrates - wie HAMPE2020 den Moritz Brandt - in die Richtung spekulieren: das irdische Leben (die Raupe und Puppe des Schmetterlings) muss zurückgelassen werden, damit die Erlösung zum "luftigen Leben" geschehen kann. Platons SOKRATES im Phaidon : die Seele "denkt offenbar am besten, wenn … weder Gehör noch Gesicht noch Schmerz und Lust (sie trübt), sondern die Seele am meisten ganz für sich ist, den Leib gehen lässt und soweit möglich (ohne Gemeinschaft mit ihm) dem Seienden nachgeht." 65c DEM ARGUMENT ZU FOLGEN fällt uns Gegenwärtigen schwer - war das anders in der von J.L. DAVID gemalten Szene? headed straight on into the afterlife

Freitag, Juli 17, 2020

Presentation of an interactiv READER at the online ICPP2020


Online Conference on Philosophical Practice (July 28-31, 2020)

Philosophical practice for self-knowledge by means of intellectual creativity

July 30, WORKSHOP  MIKE ROTH
Philosophize !  Presenting an interactive - eBook
                                                                             https://www.amazon.de/dp/B08D8KBRDV

‘“And what is the use of a book”, thought Alice, “without pictures or conversations?”’ This question rounds off the first paragraph of Alice’s Adventures in Wonderland, and it is, at least for Alice, a rhetorical question. Judging from his writings, Plato seems to believe, just like Alice, that a good book, even a philosophy book, should have both pictures and conversations; although in his case the pictures are conjured up in words and the reader has to imagine them himself. Conversation is ubiquitous in Plato’s writings, which take the form of philosophical dialogues between both real and fictional characters. Once in a while the conversation is interrupted, and then the pictures appear. One of the characters puts the conversation on hold and tells his audience a myth. The myths are visual – ‘iconic’ one might say. They not only narrate a story, but paint before our mind’s eye vivid images ... (CATALIN PARTENIE, Preface, PLATO`S MYTHS)

    Doing PHILOSOPHY, if we do this appropriately, can open up  a wider horizon of life.[1]
Philosophers, if they live long enough, may change their minds on what it is to do these peculiar >things with words< (but probably not with words alone).
I reckon that most philosophical practitioners see that widening already in “present” life & not only in a possible life after the death of the body. Am I wrong?
              I pause for discussion
I am wishing all of us GOOD HEALTH in this time of corona!  In Plato´s PHAIDON we read that Socrates immediately before he had to drink the cup of poison[2]


-had expressed the astonishing view that a (philosopher´s) soul will think best when liberated from the body 65c. This is the last topic in his philosophy. Even if one doesn´t agree: the point is to philosophize to the very end[3]. And in this activity lies the philosophical consolation.
In a narrative philosophy[4] book that came out this spring, Michael Hampe draws our attention to a figure of thought in KANT that has a certain similarity to the last thought of SOCRATES. In Hampe´s words[5]:
=> an infinite and supernatural process of perfection must be conceivable for every human being, at the end of which there is the correspondence of heart and law, authenticity"…, "only an infinitely continued moral improvement of the soul in a realm beyond space, time and causality could guarantee the purity of the heart according to Kant" (188f). This is Kant's reasoning for the postulate of the immortality of the soul (in the age of enlightenment). Is that a modern variation of the bodiless-best-thinking-soul of Socrates in PHAIDON?

Why do I elaborate this point? If we would be together, shoulder by shoulder here on our feet, I´d propose to do a PhiloDrama, bringing together the sketched questions of a contemporary thinker (HAMPE, whom we deal with in our SinnPraxis reading group), the father of “Aufklärung” KANT, and our timeless philosophical practitioner SOCRATES. But we are just virtually here together … So this is only anticipating what will be a main topic later on.


Now turning to our INTERACTIVE READER for the ICPP:
ALEXANDRA BULATOVIĆ phrases the "key matter" of philosophical practice like this: Philosophy is concerned with trying to make sense of ourselves and of the world we live in. However, contemporary academic philosophy is often still too removed from the everyday concerns of ordinary people.  She elaborates her central point by drawing on literature such as the works of Martha Nussbaum and Amartya Sen. Subjective well-being is a starting point. The author argues that well-being requires one to have a sense of relatedness to other people, a sense of availability of supportive relationships and dynamic connections with others. The ability to impact society is an integral part of well-being too.
Philosophical practice is a form of putting philosophy to work for well-being and personal development, which, in turn, leads to increased satisfaction with life.
On a social level, the various modalities of philosophical practice highlight its potential for social intervention. It appears that philosophical practice is the natural complementary "twin" of the capabilities concept when both are perceived in the context of the practical concern of the achievement of well-being, whether on an individual or on a social level.





Time for “discussion”. My mike is on. You may write contributions. My “technical support” will read them and this way I can answer.

REGINA PENNER teaches Philosophy at a modern university and she tries to incorporate "methods from the practice ‘care of the self’ (Michel Foucault and Pierre Hadot)". I have met Regina in a contemplative philosophical retreat and we have cooperated (on the occasion of a PHILOSOPHY DAY organized 2018 in Chelyabinsk Research University on the topic of PhiloDrama. Regina is advocating changes in the role "of the professor" so that academic philosophy institutions are beginning to practice openness for formats of philosophical practice as well. One of her central issues is that  the work of students with a philosophical text is not a search for "right" answers to posed questions; the goal is the appearance of the student's interest in philosophy/philosophizing and a gradual formation of a “philosophical taste” in the students.

                          Developing taste
Time for “discussion”. My mike is on. You may write contributions. My “technical support” will read them and this way I can answer.


     ALMOST CONVERSATION
Doing Philosophy Together –the Zürich philosophical practitioner Willi Fillinger interviewed Christine Mok-Wendt & Mike Roth in his philosophy baking shop and Ran Lahav did a video of it for AGORA[6]. The three of us speak German in the video and the interactive READER now offers a translation into English. We are members of philopraxis.ch, a network of philosophical practitioners.


Break for “discussion”. My mike is on. You may write contributions. My “technical support” will read them and this way I can answer.





Seeing and Interpretation Neil Horne, Mike Roth
NEIL HORNE was a student activist at the Department
of General Philosophy, when I was a Visiting
Lecturer at the University of SYDNEY a while ago.
Now he lives in a rain forest remnant close to the
Northern coast of New South Wales (in Australia).
We have been teaching each other and enjoying
our company ever since. Neil is also drawing.
Wittgenstein's famous DUCK-RABBIT (HasenEnte / En-
tenHase, "H-E-Kopf" = D-R-head) is a loner in the
Original – by both Wittgenstein and Jastrow (Mind´s Eye) and also in the trendy version of the-philosophers-shirt, where the head has become a line drawing of a whole body, scientisticly framed by a vertical and a horizontal arrow = look this way & see a rabbit / look that way and see a duck! Puzzled?
                                                                                         [7]
What changes when the dialogical dimension of action is opened up in the image by switching from the singular to the plural?
Neil practices the "minimalist"-format of
a repeated figure in slight variations on a painted
ground — often birds or fish, snakes, leaves, blossoms,
nuts. Neil places a number of them, here "in
relation to one another … being in social interaction"
— Anything to learn from this for a drawing performance in philosophical practice? Do we understand a bit of Ludwig Wittgenstein´s philosophizing better now? Can we criticize better?



And a break for “discussion”. My mike is on. You may write contributions. My “technical support” will read them and this way I can answer.

The READER brings a short notice concerning a Philo RITUAL under the direction of ALBERT HOFMANN. It´s about philosophical questions and philosophical answers — dealt with in a ritualized procedure. (Although the setting is playful, the people playing along were surprisingly serious!) This event took place in a Seminar at the University of KONSTANZ on different formats of Philosophical Practice 2019.[8]
Albert Hofmann does also performances on the street. In 2014 he and his company used finger dolls of famous philosophers and engaged in philosophical impro-theatre at the Langenthal Philosophy Festival.[9]


PENNER, ROTH & Christine MOK-WENDT throw a few spotlights on the format PhiloDrama[10] proposed for philosophical practice and educational purposes. I have met Regina Penner in a contemplative philosophical retreat and we have cooperated on the occasion of a
PHILOSOPHY DAY organized 2018 in Chelyabinsk Research University.
Christine and Mike are running "SinnPraxis" in Southern Germany. Key figures (stars?) of three documented PhiloDramas are Socrates, an old Swedish Forest being chipped and GRETA.


The photograph shows the beginning, when I pose as SOCRATES (inspired by Jacques-Louis DAVID´s famous classicist painting of 1787)  More about it in discussion.

Acting as Greta documents a PhiloDrama done at the end of the week of a university seminar on Philosophical Practice 2019. Konstanz University has a special unit that can be asked to do video-recordings of “talks and events”. ANNA volunteered to act as GRETA, Mike invented the figure of an old philosopher talking to Anna-Greta, and Christine took the role of the interviewing journalist. (Carmen Zavala commented our endeavor)
One kept almost silent about what is necessary to say: "The house is on fire!" Greta had stopped talking  – .but after a period of silence, and after a period of fasting, she also began to speak again. And she does so publicly (and was listened to – at least in the time before corona).













GRETA the youngster from Sweden — has been brought to my attention by an interview in the New Yorker in autumn 2018, for details see A FEW SPOTLIGHTS above. Together with Christine Mok-Wendt and the first year student Anna Th. Schreiber it was possible to try a GRETA-PhiloDrama in February 2019 as part of an undergrad seminar on Philosophical Practice ("from Nelson / Heckmann & later on Gerd Achenbach to the ICPPs"). See the transcript translated into English (of our German video) on page 106 of this e-book “Philosophize !”.


Good to have time for answering written questions!








[1] See Ran Lahav (ed.), THE DEEP PHILOSOPHY GROUP, Hardwick VERMONT 2018 and last summer´s free paraphrase in my mother tongue (www.amazon.de/TIEFENPHILOSOPHIE … ) 2019, p. 16: PHILOSOPHIEREN, wenn wir dies angemessen tun, kann offen machen für einen weiteren Horizont des Lebens.

[2]  J.L. DAVID 1787 (Paris), now: Metropolitan Museum of Art N.Y.,  1,30 x 1,96 m Oil Painting on Canvas
[3]Roth in

[4]DIE WILDNIS, DIE SEELE, DAS NICHTS. Über das wirkliche Leben, München 2020
(THE WILDERNESS, THE SOUL, NOTHING. About Real Life)
[5] es müsse “ein unendlicher und übernatürlicher Vervollkommnungsprozess für jeden Menschen denkbar sein, an dessen Ende die Übereinstimmung von Herz und Gesetz, die Authentizität steht“. (188)
[6]
 With English subtitles: https://philopractice.org/web/mike-roth-and-christine-mok-wendt Topics are the work in the University and the philosophical practice in our “SinnPraxis” (Meaning Practice), philosophical bibliotherapy, consulting in a self-help organization (family seminars,) philosophical journeys, p4c, reading groups, café philo. Thank you Ran Lahav and Carmen Zavala!
[7] Duck family, Grand Union Canal, Leamington;
Author: Rob Hodgkins; Source/license: flickr.com;
My inserting of the "D-R head" from Jastrow 1901, 295.
[8] See also Roth/Hein 2019, 168.
[9] Cf. Staude/Ruschmann 2018, 62.                                           

Mittwoch, Juli 08, 2020

7.7. Verwandlung --> Timaios

 
Mit Marianne im Schatten des Spitzahorns Jan - Christine - Josef - Grit -Mike. War es voriges Mal der Frühdialog PHAIDON (Seele mit individuellen Verdiensten weiter"lebend" in einem "afterlife" (!) nach Trennung vom gestorbenen Körper), so ist es diesmal Platons später "kosmologischer" Dialog  TIMAIOS, auf den von Michael Hampe hingewiesen wird (Seele ohne eigene Individualität als "Aufnehmende", ein Raum im übertragenen Sinn). In TIM50b ist die Rede von der "Natur (phýsis), die alle Körper (und Ereignisse /vmr) in sich aufnimmt …  hat in schlechterdings keiner Weise eine irgendeinem der Eintretenden ähnliche Gestalt", sondern ist selber nur "unsichtbar (anòratos), gestaltlos (àmorphos), allaufnehmend (pandechès)" Platon, Bd 7, S. 92f.
Die Übertragung dieser Konstellation vom Raum in der Kosmologie auf eine Seelenlehre, die  Dualismus (von Sokrates bis Descartes) vermeidet, entnimmt Hampe (S. 172) Whitehead. "Unabhängig von dem, was mir widerfahren ist (auch während ich aktiv war /vmr), bin ich nichts Individuelles ... (, sondern) leere Form wie ein Raum, in dem sich nichts abspielt (leerer Raum)." 173

Freitag, Juli 03, 2020

ONLINE CONFERENCE

 Philosophical Practice
 (July 28-31, 2020)

Philosophical practice for self-knowledge by means of intellectual creativity

 
South Ural State University (National Research University)
Russian State Pedagogical University named after A.I. Herzen
Association of philosophers-practitioners "Ratio"
The event is held with the financial support of the RFBR, project No. 20-011-22002 
 
Conference Program Committee:
Borisov S.V. (Russia) (chairman), Amir L. (Israel) (vice chairman), Anatasopolus K. (Greece), Achenbach G. (Germany), Barrientos J. (Spain), Brenifier O. (France), Weiss M. ( Norway), Kono T. (Japan), Cohan W. (Brazil), Lindseth A. (Norway), Marinelli D. (Italy), Marinoff L. (USA), Pollastry N. (Italy), Rhee Y. (South Korea), Roth M. (Germany), Sumiacher D. (Argentina), Tillmanns M. (USA), Fatic A. (Serbia), de Haas L. (Netherlands), Helskog G. (Norway), Houni P. ( Finland), Chernenko V. (Russia), Staude D. (Switzerland), Shukla A. (India) 
Conference Organizing Committee:
Borisov S.V. (chairman), Svetlov R.V. (vice chairman), Alexandrova L.D., Bogdanova V.O., Gladyshev V.I., Grednovskaya E.V., Dydrov A.A., Emchenko E.P., Kamalieva I.R., Klenovskaya V.A., Milyaeva E.G., Pashchenko O.V., Rezvushkin K.E., Chernenko V. 

Program

Online Conference on Philosophical Practice "Philosophical practice for self-knowledge by means of intellectual creativity"

Moscow time is in the schedule, be attentive!

  Deutsche Sommerzeit: aus 12 wird 11 Uhr , u.s.w.

Date: 07/28/2020

12:00 Conference Opening (Language: Russian / English) Room
13:00 Panel discussion: Professional responsibility of a philosophy practitioner (Language: English) Room Technical assistance:
Moderator: Alexandra Konoplyanik (Russia / UK)
Participants: Ora Gruengard (Israel), Pia Houni (Finland), Giancarlo Marinelli (Italy), Aleksandar Fatic (Serbia), Leon de Haas (The Netherlands)
Lectures followed by discussion:
15:00 Ora Gruengard (Israel) In times of corona: Does philosophy really matter? (Language: English) Room Technical assistance:
16:30 Pia Houni (Finland) Philosophical Practice and Social Responsibility (Language: English) Room Technical assistance:
18:00 Antonio Sandu (Romania) Philosophical Practice in Times of Pandemic (Language: English) Room Technical assistance:
19:00 Workshops (in different rooms at the same time):
Giancarlo Marinelli (Italy) From concepts to the ideas (Language: English) Room Technical assistance:
Lyudmila Sirotkina (Kaliningrad) Logical culture of thinking: conditions and development strategies in philosophy for children (Language: Russian) Room Technical assistance:
Regina Penner, Ekaterina Milyaeva (Chelyabinsk) Experience of philosophical meditation in the conditions of "self-isolation" during a pandemic (Language: Russian) Room Technical assistance:
Anastasia Avdieva (Moscow) The use of practical philosophy tools for the development of creative and critical thinking in children (Language: Russian) Room Technical assistance:

Date: 07/29/2020

11:00 Workshops (in different rooms at the same time):
Alok Kumar Dwivedi (India) Axiology in Indian and Western Philosophy (Language: English) Room Technical assistance:
Lyudmila Belyaeva, Irina Chugaeva (Yekaterinburg) Philosophical and communicative practices as technologies for searching for personal identity in the educational process (Language: Russian) Room Technical assistance:
Lara Kurygina (Moscow) Interpretation. Work with a picture (Language: Russian) RoomTechnical assistance:
Julia Lazareva (Moscow) Message to the World (Language: Russian) RoomTechnical assistance:
13:00 Lecture followed by discussion 
Oscar Brenifier (France) Accessibility as a value of morality and action. Demonstration of Philosophical Consultation (Language: English with translation into Russian) RoomTechnical assistance: 

15:30 Panel discussion: Philosophical Practice and Bildung (Language: English) Room Technical assistance:
Moderator: Michael Noah Weiss (Norway)
Participants: Anders Lindseth (Norway), Donata Romisi (Austria), Jose Barrientos (Spain), David Sumiacher (Argentina), Guro Hansen Helskog (Norway)
Lectures followed by discussion:
17:00 (in different rooms at the same time):
Leon de Haas (The Netherlands) A Contemporary Socrates (Language: English) Room Technical assistance:
Naira Danielyan (Moscow) Modern Philosophical Practice through Aristotle's Ideas (Language: English) Room Technical assistance:
18:30 (in different rooms at the same time):
David Sumiacher (Argentina) Philosophical practice with corporal actions (Language: English) Room Technical assistance:
Sergey Borisov (Chelyabinsk) The birth of "deep philosophy" from the spirit of "onto-designing" (Language: Russian) Room Technical assistance:
20:00 Shanti Jones (USA) How your Personal Growth can Outstrip the Growth of any Virus (Language: English) Room Technical assistance:

Date: 07/30/2020

Lectures followed by discussion:
12:00 Natalya Artemenko (St. Petersburg) Practicing self and / or "self-care": from the antique epimeleia heautou to the subject of trauma (Language: Russian) Room Technical assistance:
13:30 (in different rooms at the same time):
Aleksandar Fatić (Serbia) The logic of integrative psychotherapy (Language: English) Room Technical assistance:
Vladislav Gurenko (Moscow) The conflict of speech and text in Greek philosophy (Language: Russian) Room Technical assistance:
15:00 (in different rooms at the same time):
Jose Barrientos (Spain) Why does philosophical practice need the despised people? (Language: English) Room Technical assistance:
Maria Volodina (Moscow) Self-consultation or how to ask yourself questions (Language: Russian) Room Technical assistance:
16:30 Jörn Kroll (USA) The Diamond Approach: A Psychodynamic Epistemology for Knowing Yourself (Language: English) Room Technical assistance:
18:00 Panel discussion: Philosophical Practice in Prison: BOETIUS Project (Language: English) Room Technical assistance:
Moderator: Jose Barrientos (Spain)
Participants: Ángel Alonso Salas (Mexico), Edson Renato Nardi (Brazil)
19:30 Workshops (in different rooms at the same time):
Federico Emmanuel Mana (Argentina) The method: an inevitable bridge in philosophical counseling (Language: English) Room Technical assistance:
Mike Roth (Germany) On an interactive READER for the ICPP (Language: English) Room Technical assistance: Regina Penner
André Almeida (Brazil) Creating an International Network for the Sharing of Experiences and Cooperation on Philosophical Practice (Language: English) Room Technical assistance:
Vladislav Gurenko (Moscow) The Exercise "Diaresis" (διαρεσης) (Language: Russian) Room Technical assistance:
Date: 07/31/2020
11:00 Round table: Do we act if we know? (Language: English) Room Technical assistance:
Participants: Ho Yeong Lee (Korea), Sooyon Hur (Korea), Myeongbin Kim (Korea), Young Ki Kim (Korea), Natalya Artemenko (St. Petersburg), Sergey Borisov (Chelyabinsk)
Lectures followed by discussion:
13:00 Gulnara Shalagina (Kazan) Practical philosophy and philosophical practice: intersection paths in informal education (Language: Russian) Room Technical assistance:
14:30 Jorge Humberto Dias, Thiago González Pita (Portugal) Evaluation of philosophical consultations in Portugal (Language: English) Room Technical assistance:
16:00 (in different rooms at the same time):
Nadzeya Ilyushenka (Belarus) Philosophical language learning as a means of independent thinking development (Language: Russian) Room Technical assistance:
André Almeida (Brazil) A Model for Using Philosophical Practice as a way of Supporting Business Executives During Crises (Language: English) Room Technical assistance:
18:00 Workshops (in different rooms at the same time):
Carmen Zavala (Peru) Why a Philosophical Café is a perfect setting for Philosophical Practice (Language: English) Room Technical assistance:
Vladimir Klimentyev (St. Petersburg) Seminar on the history of philosophy as a format for philosophical practice (Language: Russian) Room Technical assistance:
Sergey Ladushkin (St. Petersburg) Philosophical counseling as a business: experience of co-analytics (Language: Russian) Room Technical assistance:
Olga Ivanova (Chelyabinsk) Philosophical consulting as a logomanagement tool in an organization (Language: Russian) Room
20:00 Closing of the conference (Language: Russian / English) Room