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Freitag, Juli 24, 2015

Nicht-doktrinär

Abschluss der Philosophiewoche zu: Michael HAMPE 2014:
Die Lehren der Philosophie. Eine Kritik
am 24. Juli 2015

Dienstag, April 03, 2012

Glücksskeptisch

02 April 2012
Happiness in a brave new world
"The world's stable now. People are happy: they get what they want, and they never want what they can't get. They're well off; they're safe; they're never ill; they're not afraid of death: they're blissfully ignorant of passion and old age; they're plagued with no mothers or fathers; they've got no wives, or children, or lovers to feel strongly about; they're so conditioned that they practically can't help behaving as they ought to behave." (A. Huxley Brave New World 1932 Folio Society ed. 1971 p.151)

Sounds like a neuroscientist's ideal for the future, doesn't it? Totalized efficient causality in linear time.
Posted by Michael Eldred at 13:02 0 comments / artefactphil.arte-fact.org

Freitag, März 23, 2012

Uni Konstanz PHILOSOPHIE

HAMPE kompakt 10. - 14. April
in H 303
, ab 8.15 h gebucht

Ob es das Glück gibt und es für Menschen erreichbar ist,
hängt davon ab, was man unter >GLÜCK< versteht.
S. 203
HAMPE 2009, DAS VOLLKOMMENE LEBEN

DI: Abschaffung d. Unglücks.
Westliche Fortschrittsphilosophie Kap.2

Tillmann Weißer

MI: Intensität & Sicherheit: Glück? Pragmatismus Kap.5

Paul Schmidt

DO: Glückunmöglich, Wahrheitschön. Freud Kap.4

Simon Kimmel

FR: Glück der Seelenruhe. Östliche Kanonstimme Kap.3
Beginn um 9 Uhr Ingrid Hagenlocher
mit MONIKA SCHÄPPI / Meditation - Vipassana Achtsamkeit


SamS: Hampes Versuch zur Naturphilosophie (2011)

Christine Mok-Wendt





Siehe auch den Semesterapparat in J3a,

Einsicht in ILIAS: SEMESTERAPPARATE

Donnerstag, November 10, 2011

vor dem Sommersemester



Literarisch Philosophieren: Michael HAMPE
(philosophy in literary form)
10.-14.4.2012 kompakt V.M. Roth

Seit 2003 lehrt Michael Hampe an der ETH in Zürich. 2009 erscheinen „Meditationen über das Glück“ (Das vollkommene Leben). Behandelt wird die Preisfrage einer fiktiven Akademie aus 4 Perspektiven.
2011 erscheint „Das Ende der Natur“ (TUNGUSKA)
Teil I: DIE FÜNF ELEMENTE. Ein Totengespräch (als Einleitung). Es folgen vier Gespräche überschrieben mit (den 4 Aristotelischen "Elementen") WASSER ERDE FEUER LUFT und ein abschließendes Kapitel zur Fünften Essenz (QUINTA ESSENTIA)- Zeit. Was in Platons Dialogen Sokrates, ist hier Feierabent. Zur Auflösung siehe S. 310

Dem folgt Teil II: "Ein naturphilosophischer Versuch": GETEILTE NATÜRLICHKEITEN, als Hampes Nachwort in undialogischer Form, also der uns geläufigen akademischen Schreibe - ebenfalls spannend argumentierend.


Beide Texte sind Beispiele einer über „den akademischen Bereich“ hinausweisenden philosophischen Praxis. Experimentiert wird mit 2 Formen der Wiederaufnahme älterer dialogisch-polyphoner Formen in der praktischen und theoretischen Philosophie. Frühzeitige Anmeldung empfohlen ! Universität Konstanz: mike.roth(add)uni-konstanz.de

Mittwoch, November 09, 2011

HAMPE- Projekt in der SinnPraxis



2009 erschien Das vollkommene Leben. Meditationen über Glück (- und Tod).
2011 ist TUNGUSKA oder Das Ende der Natur erschienen, beginnend mit:
DIE FÜNF ELEMENTE. Ein Totengespräch (als Einleitung). Es folgen vier Gespräche überschrieben mit (den Aristotelischen "Elementen")
WASSER ERDE FEUER LUFT und ein abschließendes Kapitel zur Fünften Essenz (QUINTA ESSENTIA)- Zeit. Dem folgt noch "Ein naturphilosophischer Versuch: GETEILTE NATÜRLICHKEITEN", als Nachwort in undialogischer Form, also der uns geläufigen akademischen Schreibe - ebenfalls spannend argumentierend.

In einer ersten Sitzung haben wir uns den Aufbau von HAMPE 09 klargemacht und sind auf
Berührungen der Fiktion und der Biografie eingegangen.

Donnerstag, Oktober 20, 2011

O R P H E U S

SOMMER 2011Zum Schluss noch eine Geschichte:



Der kleine und der große Orpheus

Zweierlei Glück



In alter Zeit, lebten in einer kleinen Stadt zwei Sänger namens Orpheus. Der eine von den beiden war der große. Er hatte die Kithara erfunden, eine Vorform der Gitarre, und wenn er in die Saiten griff und sang, war die Natur um ihn verzaubert. Wilde Tiere lagen zahm zu seinen Füßen, hohe Bäume bogen sich ihm zu: nichts konnte seinen Liedern widerstehen. Weil er so groß war, warb er um die schönste Frau. Danach begann der Abstieg. Während er noch Hochzeit hielt, starb die schöne Eurydike, und der volle Becher, noch während er ihn hob, zerbrach. Doch für den großen Orpheus war der Tod noch nicht das Ende. Mit Hilfe seiner hohen Kunst, fand er den Eingang in die Unterwelt, stieg hinab ins Reich der Schatten, setzte über den Strom des Vergessens, kam vorbei am Höllenhund, trat lebend vor den Thron des Totengottes und rührte ihn mit seinem Lied.

Der Tod gab Eurydike frei - doch unter einer Bedingung, und Orpheus war so glücklich, dass ihm die Häme hinter dieser Gunst entging. Er machte sich auf den Weg zurück und hörte hinter sich die Schritte der geliebten Frau. Sie kamen heil am Höllenhund vorbei, setzten über den Strom des Vergessens, begannen den Aufstieg zum Licht, sahen es von ferne. Da hörte Orpheus einen Schrei - Eurydike war gestolpert - erschrocken drehte er sich um, sah noch die Schatten fallen in die Nacht und war allein. Und fassungslos vor Schmerz sang er das Abschiedslied: "Ach, ich habe sie verloren, all mein Glück ist nun dahin!" Er selber fand ans Licht zurück, doch das Leben war ihm bei den Toten fremd geworden. Als betrunkene Frauen, ihn zum Fest des neuen Weines führen wollten, weigerte er sich, und sie zerrissen ihn bei lebendigem Leibe. So groß war sein Unglück, so vergeblich seine Kunst.

Aber: alle Welt kennt ihn!



Der andere Orpheus war der Kleine. Er war nur ein Bänkelsänger, trat bei kleinen

Festen auf, spielte für die kleinen Leute, machte eine kleine Freude und hatte

selber Spaß dabei. Da er von seiner Kunst nicht leben konnte, lernte er noch einen

anderen, gewöhnlichen Beruf, heiratete eine gewöhnliche Frau, hatte gewöhnliche

Kinder, sündigte gelegentlich, war ganz gewöhnlich glücklich und starb alt und

lebenssatt.

Aber: niemand kennt ihn...