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Samstag, März 14, 2020

Donnerstag, Februar 02, 2012

HAMPE2009 HERZOG1974 Hauser1828ff

„- wo kommt … die Vorstellung des Glücks selbst und seiner Realisierbarkeit eigentlich her? Vielleicht entstammt sie den KURZEN ZEITEN KINDLICHER GEBORGENHEIT … Vielleicht ist sie auch ein Täuschungsmechanismus, der Kindern von den Älteren >>eingebaut<< wird, damit sie mit dem Leben weitermachen … In Werner Herzogs Verfilmung der Geschichte des Kaspar Hauser1828ff , der erst spät als Jugendlicher in die Kultur der Menschen eintritt, … nimmt dieser sein >>Erscheinen auf dieser Welt<< als einen >>harten Sturz<< wahr. Vor seinem gewaltsamen Tod hat er eine Vision (=zeigt Herzog1974) „einen Berg … und viele Menschen, die sind auf den Berg aufgestiegen wie in einer Prozession. Da war viel Nebel. … konnte es nicht klar sehen. Und oben, da war der Tod.“ Hampe2009-173f

Hampe lässt seine Figur, den chilenischen Psychoanalytiker Antonio (4. Kapitel), wie folgt kommentieren: „Offenbar scheint Kaspar Hauser die Glücksvorstellungen, die uns vielleicht als Kindern als ein implizites Versprechen und eine Lebenslast (sic!) eingeimpft wird, nicht mehr in sich aufgenommen zu haben … Die Kultivierung, die er durchlaufen muss, indem er das Sprechen, ordentlich zu essen, das Klavierspiel u.a. lernt, erscheint ihm wie eine anstrengende kollektive Bergsteigerei … In Kaspars (HERZOG1974) Vision findet die Kultivierung im Nebel statt, orientierungslos, es bleibt unklar, … wohin sie eigentlich führen soll, außer in den Tod... In seiner (in HERZOG1974) letzten Vision scheint es, als sei für ihn die ganze Kultur nichts als ein Irrtum“ S. 175 Der Autor Hampe berichtet S. 281 in seinem Nachwort von Material für „nie fertiggestellte Skizzen für einen fiktiven philosophischen Dialog zwischen Gefangenen im nationalsozialistischen Deutschland über den Tod und das Glück vor ihrer Hinrichtung“, das er nun verwendet habe. In Antonios Meditation folgt der Bezug auf Freuds UNBEHAGEN IN DER KULTUR als >>vielleicht letzte(m) Traktat über das Glück<<.

Michael Hampe, DAS VOLLKOMMENE LEBEN
Vier Meditationen über das Glück , München 2009
Werner Herzog, JEDER FÜR SICH UND GOTT GEGEN ALLE, 1974
Daumer/Feuerbach, KASPAR HAUSER …, Ffm 1995 (Quelle für die Filme)
Peter Sehr, Kaspar Hauser. DER MENSCH – DER MYTHOS – DAS VERBRECHEN, 1993
Jutta Schlich (ed.), Das Kaspar-Hauser-Syndrom in Literatur – und Film, Forschung und Lehre, Würzburg 1999; darin: Vorwort (u. a. über Alexander Mitscherlichs Vorschlag 1950 den Freudschen Ödipus-Komplexes durch den Kaspar-Hauser-Komplex als Komplex des modernen Massenmenschen zu erweitern) und Vergleich der beiden Filme S.193-203 von Katharina Bollinger und Anja Steinbuch.

Die beiden von HERZOG1974 dargestellten „Träume“ finden sich so nicht in dem Bericht des 28jhg. Gymnasialprofessors Daumer, der in Nürnberg noch Hegels Schüler war und in Erlangen Student von Schelling. Daumers Aufschriebe sind auch Hauptmaterial des Vaters des Philosophen Ludwig Feuerbach, Anselm von Feuerbach, Präsident des königlich bayrischen Appelationsgerichts im fränkischen Ansbach. Daumer hatte den Findling durch Aufnahme in seinen Haushalt „aus dem Turm“ (Gefängnis) befreit und ihn ermuntert, einen Traum vom 2. April 1829 (knapp 1 Jahr nach seinem Auftauchen) nieder zu schreiben. Daumer selbst fasst den Inhalt zeitnah wie folgt zusammen
(S.249f ): >>Eine schöne männliche Gestalt mit weißem Gewande (HAUSER: „er hat ein weißes Tuch um den Leib hängend“) trat vor sein Bett und reichte ihm einen Kranz mit dem Bemerken, daß er in 14 Tagen sterben werde. H. sagte zurückweisend, ersei noch nicht lange auf der Welt und möge noch nicht sterben, worauf jener entgegnete, es sei umso besser, wenn er ohne lange gelebt zu haben, von der Welt scheide. Der Mann legte den Kranz auf einen Tisch. H. stand auf ihn zu nehmen, da begann dieser zu glänzen und wie er immer heller glänzte, sagte H.: ich will sterben und wachte bald nachher auf.<< Siehe auch : Claudia-Elfriede Oechel-Metzner, Arbeit am Mythos Kaspar Hauser, Ffm 2005, 229 Anm. 45

Herzog1974 löst sich in den Bildern und dem von Bruno S. gesprochenen Text der „Visionen“ von der Daumer/Feuerbachschen Quelle, folgend dem eigenwilligen Konzept EKSTATISCHER Wahrheit baut er eigene innere Materialien ein (und auch Material aus andern Filmen). Am deutlichsten in der eindrücklichen Geschichte, von der Werner Herzog im Interview (DVD) sagt: da ist eine Geschichte , von der ich aber nur den Anfang weiß. Sie bildet im Film HERZOG1974 die „Vision von der Wüste“ (Drehbuch), mit deren Mitteilung Kaspar Hauser sich, für´s Zuhören dankend, verabschiedet.
Filmisch eine Parallele zur "Vision vom Berg", die schon voraufging.
Diese für Hampe2009 zentrale Szene der „Kultivierung im Nebel“ ist übrigens eine Umdeutung der Massenpilgerschaft zu „Reek Sunday“ (Konnotation: Riech-Sonntag), auf „The Reek“, den meernahen Patricksberg bei Westport:

Der Croagh Patrick (irisch: Cruach Phádraig) ist ein 764 Meter hoher Berg im County Mayo im Westen der Republik Irland. Er hat auch den Beinamen The Reek.
Seit Hunderten von Jahren ist der Croagh Patrick zu Ehren des heiligen Patrick eine Wallfahrtsstätte. Im Jahr 441 stieg der Patron Irlands auf diesen Berg, fastete dort 40 Tage lang ...
Am sogenannten Reek Sunday, dem letzten Sonntag im Juli, steigen etwa 25.000 Pilger den Berg hinauf; viele tun dies barfuß(nach Wikipedia) - und kommen, wie man im Film sieht, auch wieder herunter.

Werner Herzog zeigt zunächst den Sprecher und illustriert dann die Traumerzählung mit einer Visualisierung, Steilstück des Berghangs, grobe scharfkantige Steine wie von einer keltischen Trockenmauer, absteigende und aufsteigende Menschen im Nebel. Kaspar Hauser spricht aus dem Off. Herzog vereinfacht in Kontrast zum Bild den Text zu: "viele Menschen, die sind auf den Berg aufgestiegen wie in einer Prozession. Da war viel Nebel." (Nach der kurzen Bergszene, wie auch nach der Wüstenszene, ein Schnitt - zurück zum Sprecher.)
In HAMPE2009 wird freilich nur der vom Filmemacher Herzog dem Hauptdarsteller in den Mund gelegte Text zitiert. Er spricht für die These "Das Glück ist unmöglich" . Dies ist aber freilich nur die halbe Kapitelüberschrift - und ein Teil des Bilds.
Liest man "mit philosophischer Goldwaage" so bezieht sich HAMPE2009 nicht auf den immer noch rätselhaften historischen Kaspar H. (von dem ja auch keine Bergvision dokumentiert ist), sondern auf eine Verfilmung, die sich der "Geschichte des Kaspar Hauser" in künstlerischer Freiheit annimmt und gerade dadurch mehr als nur "eine alte Geschichte" zum Thema macht. Hier berühren sich Hampe/Antonio2009 und Herzog/Bruno S. - 1974. HAMPE2009, S. 175: "In Kaspars Vision findet die Kultivierung im Nebel statt, orientierungslos, es bleibt unklar, was mit ihr beabsichtigt ist, wohin sie eigentlich führen soll, außer in den Tod." Aber dies ist eben eine Stimme im "philosophischen Kanon" (S.5)!



HAMPE kompakt 10. - 14. April
Aus HAMPE 2009, DI - FR:
DI: Abschaffung d. Unglücks. Westliche Fortschrittsphilosophie
MI: Glück der Seelenruhe. Östliche zweite Kanonstimme
DO: Glückunmöglich, Wahrheitschön. Freud
FR: Intensität & Sicherheit: Glück? Pragmatismus
SamS: Hampes Versuch zur Naturphilosophie (2011)

- für diese Themen werden jeweils 2 Referierende gesucht.
Bitte abmachen via mike.roth(add)uni-konstanz.de !

Fern verbunden http://dotatelier.blogspot.com/2012/01/hampe.html

Mittwoch, November 23, 2011

Bern/ Schloss Bümpliz 17.12.

Zum Gott der Philosophen & einer Aufgabe für Menschen

Dass wir vor der grossen Herausforderung stehen, im Weltmassstab Verantwortung zu übernehmen, da uns die ökologischen Probleme, die keine Grenzen kennen, dazu zwingen, ist heute von den meisten anerkannt. Doch nach welchen Grundsätzen und Prioritäten soll dies geschehen? – Bereits bei der Kernenergie scheiden sich die Geister: Ist sie technisch und organisatorisch mit all ihren Folgen beherrschbar und handhabbar oder hätte man sich wegen ihres grossen und langfristigen Risikos vernünftigerweise nicht auf sie einlassen lassen sollen? ... verblüffend, eine wie klare Anleitung zum Handeln bereits vor einiger Zeit der Philosoph Hans Jonas in seinem Buch „Prinzip Verantwortung“ (1979 !) gegeben hat?

Vom "Gott der Philosophen"

JONAS schnipsel 226 PLATON
Der platonische Eros, auf Ewigkeit und nicht auf Zeitlichkeit ausgerichtet, ist für seinen Gegenstand nicht verantwortlich. Das in ihm Angestrebte ist ein überlegenes Was, das nicht „wird“, sondern „ist“. Ein solches aber, dem die Zeit nichts anhaben kann, dem nichts widerfährt, kann nicht Gegenstand von Verantwortung sein. ...(225: (es) kann das Eigentliche, worauf der Mensch hinzustreben hat, gar nicht in der >>Horizontale<<, im Fortgang des Zeitlichen, sondern muss in der >>Vertikale<<, im Ewigen gesehen werden.)...
Verantwortlich kann frau/man nur für Veränderliches sein, für das von Verderbnis und Verfall Bedrohte S. 226 in: PV (prinzip verantwortung)

philosophische kritik

JONAS schnipsel 227f KANT
die Achse der Annäherung ist von der Vertikalen zur Horizontalen heruntergeklappt … das angestrebte Ziel liegt in der Zeitreihe … hier wird also dem äußeren Geschichtsverlauf anvertraut oder zugemutet, was im platonischen Schema dem inneren Aufstieg des Individuums aufgegeben war … (aber) die Zeit … gehört (bei Kant) nur zur phänomenalen Welt … und von deren Kausalität ist nicht zu erwarten, dass sie die im >>höchsten Gut<< geforderte Koinzidenz von Glückseeligkeit und sittlicher Würdigkeit dazu … als Allgemeinzustand herbeiführt … die Säkularisierung ist hier noch halbherzig S. 227 in: PV (prinzip verantwortung)

diesseitig Philosophieren


JONAS schnipsel 228 HEGEL

Erst Hegel tat den Schritt zur radikalen Immanentisierung. Die regulative Idee wird über die Köpfe der Wollenden und Handelnden hinweg konstitutiv und die Zeit, keineswegs bloße Erscheinung, zum echten Medium ihrer Verwirklichung, die durch die Selbstbewegung der Idee geschieht. Die >>List der Vernunft<< waltet nicht von außen, sondern durch die Geschichtsdynamik selbst
S. 228 in: PV (prinzip verantwortung)



JONAS schnipsel 228f MARX

bei Marx dann: das berühmte vom Kopf auf die Füße Stellen der Hegelschen Dynamik(1873 : siehe Marx-Engels-Werke 23, S. 27) und damit die Einschaltung bewussten Handelns ... beim revolutionären Schub. Die List der Vernunft fällt endlich mit dem Wollen der Akteure zusammen... Und obzwar die jetzt ihr Mandat sehend übernehmenden Akteure der Revolution nicht die Richtung des Prozesses bestimmen, so können sie doch Hebammendienste leisten. Hier zum ersten Mal wird Verantwortung für die geschichtliche Zukunft … auf die ethische Landkarte gesetzt und schon deshalb muss der Marxismus immer wieder zum Gesprächspartner in der Bemühung um eine Ethik geschichtlicher Verantwortung werden

JONAS schnipsel 7 JONAS

dies nenne ich >Heuristik der Furcht< : Erst die vorausgesehene Verzerrung des Menschen verhilft uns zu dem davor zu bewahrenden Begriff des Menschen. Wir wissen erst, was auf dem Spiel steht, wenn wir wissen, dass es auf dem Spiel steht.

JONAS schnipsel 8 JONAS
Da es … nicht nur um das Menschenlos, sondern auch um das Menschenbild geht, … so muss die Ethik … über die … Klugheit hinaus eine solche der Ehrfurcht sein.“ pv 8 Damit werden Kants Unterscheidungen von Verstand (Klugheit) und Vernunft und insbesondere Bezüge zur „3. Kritik“ aktiviert.

Chris MW regt an: Du solltest noch genauer auf den Gegensatz zw überlieferten Moraltheorien, die auf Liebe und Ehrfurcht basieren und der von Jonas geforderten neuen, der Ethik der Verantwortung eingehen und hervorheben, dass diese auf der Macht (Wissen) beruht, die die Verknüpfung von Wollen und Sollen ist ; meiner Meinung nach kennzeichnet das besonders gut Jonas Forderung nach einer neuen Ethik, eben 'Prinzip Verantwortung'. STIMMT

menschliches Können / Selbstkontrolle

JONAS Schnipsel 9 pv 232 f

Nur beim Menschen ist die Macht durch Wissen und Willkür vom Ganzen emanzipiert und kann dem Ganzen (und damit auch sich selbst) verhängnisvoll werden. Menschliches Können ist unser Schicksal und wird immer mehr zum allgemeinen Geschick. Darum erhebt sich bei uns Menschen aus dem Wollen das Sollen als Selbstkontrolle unserer bewusst eingesetzten Macht... Das erste Gebot: nicht das Erreichte ... durch die Art seiner Nutzung zu verderben ! … Das also, was Wollen und Sollen überhaupt verknüpft, die MACHT , ist ebendasselbe, was Verantwortung ins Zentrum der Moral rückt.

Fortschritte in der Vermeidung menschlichen Unglücks -
Aufklärung zum Glück ?


HAMPE 2009: p.83f

… eine nackte Tatsache, an die heute nur noch wenige Philosophen glauben wollen, es sei denn, sie haben sie selbst im Bauch und der Schmerz zwingt sie, sie als gegeben hinzunehmen und dadurch unglücklich zu werden … erkenne ich (die Tatsache) an, so kann ich beginnen, etwas (da)gegen zu unternehmen... Denn ich will nicht unglücklich sein. Was ich dagegen tun kann, hängt von (menschlicher) Macht ab... Die Fähigkeit zu erwerben, die Dinge so zu sehen, wie sie sind, um dann die Macht aufzubauen, sie so zu verändern, wie wir sie haben wollen, ist das Problem, das zu lösen ist, wenn man Fortschritte in der Vermeidung des Unglücks machen will. Das sind die zwei Schritte auf dem naturwissenschaftlich-technischen Weg der Aufklärung zum Glück.

Donnerstag, November 10, 2011

vor dem Sommersemester



Literarisch Philosophieren: Michael HAMPE
(philosophy in literary form)
10.-14.4.2012 kompakt V.M. Roth

Seit 2003 lehrt Michael Hampe an der ETH in Zürich. 2009 erscheinen „Meditationen über das Glück“ (Das vollkommene Leben). Behandelt wird die Preisfrage einer fiktiven Akademie aus 4 Perspektiven.
2011 erscheint „Das Ende der Natur“ (TUNGUSKA)
Teil I: DIE FÜNF ELEMENTE. Ein Totengespräch (als Einleitung). Es folgen vier Gespräche überschrieben mit (den 4 Aristotelischen "Elementen") WASSER ERDE FEUER LUFT und ein abschließendes Kapitel zur Fünften Essenz (QUINTA ESSENTIA)- Zeit. Was in Platons Dialogen Sokrates, ist hier Feierabent. Zur Auflösung siehe S. 310

Dem folgt Teil II: "Ein naturphilosophischer Versuch": GETEILTE NATÜRLICHKEITEN, als Hampes Nachwort in undialogischer Form, also der uns geläufigen akademischen Schreibe - ebenfalls spannend argumentierend.


Beide Texte sind Beispiele einer über „den akademischen Bereich“ hinausweisenden philosophischen Praxis. Experimentiert wird mit 2 Formen der Wiederaufnahme älterer dialogisch-polyphoner Formen in der praktischen und theoretischen Philosophie. Frühzeitige Anmeldung empfohlen ! Universität Konstanz: mike.roth(add)uni-konstanz.de

Mittwoch, November 09, 2011

HAMPE- Projekt in der SinnPraxis



2009 erschien Das vollkommene Leben. Meditationen über Glück (- und Tod).
2011 ist TUNGUSKA oder Das Ende der Natur erschienen, beginnend mit:
DIE FÜNF ELEMENTE. Ein Totengespräch (als Einleitung). Es folgen vier Gespräche überschrieben mit (den Aristotelischen "Elementen")
WASSER ERDE FEUER LUFT und ein abschließendes Kapitel zur Fünften Essenz (QUINTA ESSENTIA)- Zeit. Dem folgt noch "Ein naturphilosophischer Versuch: GETEILTE NATÜRLICHKEITEN", als Nachwort in undialogischer Form, also der uns geläufigen akademischen Schreibe - ebenfalls spannend argumentierend.

In einer ersten Sitzung haben wir uns den Aufbau von HAMPE 09 klargemacht und sind auf
Berührungen der Fiktion und der Biografie eingegangen.

Donnerstag, Februar 24, 2011





Bern- Schloss Buempliz 4.Juno 14 Uhr Oberes Turmzimmer

PD Dr.V. M. Roth
BRAUCHEN SIE EIN AFFEKTEFON ?
Nachdenkliche Traeume der Vernunft zur Minderung des Leidens 1

Wir alle kennen am Leib getragene Telephone. Sie haben sich erst vor einigen Jahren bei uns fast allgemein verbreitet. Der bisherige Platz der Armbanduhr ist dadurch frei geworden. Hier koennte kuenftig ein neuer kleiner Apparat befestigt sein. Er dient nicht dem Kontakt mit entfernteren Gespraechsteilnehmern, sondern mit dem eigenen "Inneren", mit unseren sich durch Hirnaktivitaet aufbauenden Gefuehlen und das Affektophon am Handgelnk soll biofeedback ermoeglichen., sozusagen durch einen Anruf "bei uns selbst". Wir streben nach einem gluecklichen, "guten" Leben.
Das Affektephon soll helfen, selbstbewirktes Unglueck abzuwenden. Text: Michael Hampe (2009),
Das vollkommene Leben. Ich behandele die erste Meditation ueber Tod und Glueck, S. 43 ff (104 Affektoskop) In meiner Einfuehrung beleuchte ich das Gedankenexperiment. Lektuere des Texts ist nicht Voraussetzung fuer die Teilnahme.