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Mittwoch, September 04, 2013

ENDlich-keit


UnENDlichkeit
Gedankenspiele Omnibus 156: Wenn das Universum eine Grenze hätte, könnte man in ihre Richtung einen Pfeil abschießen. Wenn der darüber hinwegflöge, gäbe es keine Grenze. ODER: wieviel ist unendlich + 1 ? Macht es Sinn, so zu fragen? ( zu Allem, was wir zählen können, können wir 1 hinzudenken / HINZUZÄHLEN ) Die Zahlen sind also erweiterbar, aber jede durch Zählen erreichte Zahl ist endlich.
Philosophie kannst du dir vorstellen als etwas das man tut. GEDANKENSPIELE 9
(oder: Philosophieren ist die Tätigkeit , die Philosophie das Universum philosophischer Werke, solcher, die schon „geschrieben“ sind, und solcher, die durch Philosophieren noch entstehen - „jetzt und später“)

Philosophie für Kinder

ist der Untertitel des Buchs GEDANKEN SPIELE  der schwedischen Autorin Liza Haglund, Vorwort von Rüdiger Safranski ( 2004 München ; 2001 Stockholm „Att Tänka noga“).
Als „passenden Anschluss“ schlägt Haglund den Roman DER SINN DES LEBENS von Ragnar Ohlsson (München 1999) vor. Sie vertritt die Ansicht, in philosophischen Texte „wimmele es von Gedankenspielen“ und bezieht sich „wissentlich“ auf Parfit 1984, Resnik 1993, Hollis 1995, Quine, Anselm von Canterbury´s CUR DEUS HOMO, Descartes, Hempel 1977, Lucretius, Camus, Mythos des Sisyphos. Das Buch endet mit einer kurzen Zusammenfassung der abendländischen Philosophie durch teilweise bebilderte Philosophenkurzvorstellungen.

Sonntag, August 18, 2013

Bertrand Russell mit 58 schreibt


 

 

Ich habe einmal erlebt, wie ein zweijähriger Knabe, der nie aus London hinausgekommen war, zum erstenmal mit ins Grüne genommen wurde. Es war Winter und alles ringsum feucht und schmutzig. Das Auge des Erwachsenen konnte nichts entdecken, was es besonders erfreut hätte, in dem Kleinen aber erwachte eine seltsame Begeisterung. ( PHILOSOPHIERT ER? ) Er kniete auf der nassen Erde nieder und steckte sein Gesicht ins Gras und stieß … Rufe des Entzückens aus … Shakespeares Lyrik ist dadurch so überragend, dass sie von demselben Jubel erfüllt ist, der den kleinen Burschen die Wiese umarmen hieß

The Conquest of Happiness, London 1930, deutsch: Eroberung des Glücks. Neue Wege zu einer besseren Lebensgestaltung.  Übersetzung von Magda Kahn, Suhrkamp 2005, 56f

Dienstag, Juli 09, 2013

Sommer am See

ANKüNDIGUNG

Frühförderung im Philosophieren, 
Fragen und Argumentieren

 / Towards Supporting Philosophic Attitudes - Early in Life


Blockseminar Uni KONSTANZ - MO 10. - FR 14. März (Woche nach Fasnacht), 10 – 18h

„Philosophieren“ von Kindern wird von geneigten teilnehmenden Beobachtern / Gesprächspartnern oft beschrieben. Zitiert werden dann Äußerungen, häufig Fragen, die sich vom „small talk“ der Alltagsreden abheben. Erwachsenen wird Zurückhaltung nahegelegt. Sie sollen ihr Interesse am gemeinsamen Philosophieren zeigen, aber nicht selber die Kinderfragen beantworten, sondern ihrerseits Fragen stellen, die „den Ball“ wieder abgeben. Wie also philosophiert man gut mit „den Kids“ ?
Das Buch einer an der Pädagogischen Hochschule des Thurgau in Kreuzlingen tätigen Kollegin hat den Titel: „Ist Philosophieren mit Kindern Philosophie?“ Dies lässt sich wohl unterschiedlich angehen. Im Seminar soll es auch um das Spannungsfeld Philosophieren/Philosophie gehen. Hierzu soll insbesondere die Argumentationsphilosophie von Harald R. Wohlrapp herangezogen werden. Zur „Methode“ von Tom Jackson (Hawai´i) siehe auch: http://streaming.uni-konstanz.de/talks-events/why-do-children-teachers-and-parents-love-to-do-philosophy/
Rüdiger Safranski schreibt in einem Vorwort zu Liza Haglund, Philosophie für Kinder ermunternd: „Philosophieren kann jeder, denn jeder >spielt< mit Gedanken.“ (Etwa mit dem Gedanken, X zu tun] „Philosophieren heißt, einen Augenblick innezuhalten und zu überlegen … Man denkt über sich nach, denkt sich in die anderen hinein“. Philosophische Gespräche mit Kindern im SOKRATES CLUB hat Julian Nida-Rümelin geführt und Nathalie Weidenfeld hat sie dokumentiert. Zusammen haben sie 4 Kinder & „wurden immer wieder mit philosophischen Fragen bombardiert : was ist gerecht und was kann man wissen?“
Interessierte bitte Kontakt aufnehmen via: mike.roth@uni-konstanz.de  ! Das Blockseminar beginnt mit einer Vorbesprechung zu Beginn des Wintersemesters (Vorschlag 21.OKT, 18 h Teeküche G 6), wo auch der Besuch in der Schweizer Dokumentationsstelle für Kinderphilosophie bei Eva Zoller in Altikon / ZH besprochen wird . 

Literatur
Maria Eitzinger (Rüdisser) : Ist Philosophieren mit Kindern Philosophie? ISBN 978-3-639-01350-4 Saarbrücken 2008
Liza Haglund : GEDANKENSPIELE. Philosophie für Kinder, Vorwort von Rüdiger Safranski, München 2004
Julian Nida - Rümelin / Nathalie Weidenfeld : Der Sokrates – Club. Philosophische Gespräche mit Kindern. Illustrationen von Nina Gottschling, München 2012
Volkbert M. Roth (Hg) : Viel Glück, darin: Mütter, Kinder / PHILOSOPHIEren. Mütter zum Philosophieren mit ihren Kindern. Christine Mok-Wendt, Anja Ritter, Maria Rüdisser (Eitzinger) & Lydia Wobst im Gespräch, Philosophische Praxis Bd. 4, Konstanz 2012,
siehe auch: http://philopraxis-feigenblaetter.blogspot.de/search/label/Christine%20Mok-Wendt
Harald R. Wohlrapp : Der Begriff des Arguments: Über die Beziehungen zwischen Wissen, Forschen, Glaube, Subjektivität und Vernunft , Würzburg 2008
Eva Zoller Morf : Selber denken macht schlau: Philosophieren mit Kindern und Jugendlichen. Anregungen für Schule und Elternhaus, Bern 2010, siehe auch: http://www.kinderphilosophie.ch/146