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Philosophische Beratungspraxis und der systemische, konstruktivistische Ansatz
„Systemische Therapie & Beratung“ ist wohl z.Zt. eine der meistgewählten Ausbildungsrichtungen im psycho-sozialen Bereich (wozu ich auch die philosophische Praxis zähle). In der lösungsorientierten, konstruktivistischen Ausprägung des „systemischen“ Vorgehens dienen auch die sein Leben begleitenden Erörterungen des austro-britischen Sprachphilosophen Ludwig Wittgenstein über soziale Sprachhandlungen, die er (Ernstes meinend) „SPRACHspiele“ nennt, zur Anregung eigner Fertigkeiten , dabei zu helfen, Lebensprobleme in einer Weise zur Sprache zu bringen, die ihre Auflösung befördert. (Mein Bezug auf Steve de Shazer)
Freilich gibt es eine Vielfalt von Ansätzen – in der Psychotherapie, im systemischen Vorgehen und auch in der philosophischen Praxis.
Martin Heidegger etwa, ein kontinentaler Antipode zum Zeitgenossen Wittgenstein, gilt einigen Theoretikern Philosophischer Praxis (vgl. igpp.org) als erleuchtender Vordenker. Doch wie will man/frau Beratungen in einer DenkPraxis (so nennt die Basler Kollegin Martina Bernasconi treffend die ihre) – motivieren / begründen, wenn es im Text „Was heißt Denken?“ (Tübingen 1954, p. 161) heisst:
„ 1. Das Denken führt zu keinem Wissen wie die Wissenschaften.“ ABER: wie steht´s mit der Logik? „2. Das Denken bringt keine nutzbare Lebensweisheit.“ ABER: wie steht´s mit der Ethik? .
„4. Das Denken verleiht unmittelbar keine Kräfte zum Handeln.“
Ist Philosophische Praxis „nur“ - die fehlende Vermittlung zwischen Denken und den anderen Lebensäusserungen?
Gelingende Philosophische Praxis (frei nach dem letzten Satz der schmalen „Jugend“-Schrift Wittgensteins: Tractatus logico-philosophicus, Ffm) im Blick zurück: „Worüber man nicht reden konnte, darüber musste man schweigen.“ Und schweigend daran leiden. Eine Philosophische Praxis sucht auf, wer nicht länger so sprachlos bleiben will. Im ersten „Angebot“ seines Evolutionären Humanismus (Aschaffenburg 2006, p. 156) formuliert der 1967 geborene Michael Schmidt-Salomon: es kommt darauf an, das Leid in der Welt zu mindern. Philosophische Praxis ist eine Weise, dies zu versuchen.
Volkbert M. Roth sinnphilopraxis@gmail.com
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Mittwoch, Mai 06, 2020
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Donnerstag, Februar 24, 2011

Bern- Schloss Buempliz 4.Juno 14 Uhr Oberes Turmzimmer
PD Dr.V. M. Roth
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Nachdenkliche Traeume der Vernunft zur Minderung des Leidens 1
Wir alle kennen am Leib getragene Telephone. Sie haben sich erst vor einigen Jahren bei uns fast allgemein verbreitet. Der bisherige Platz der Armbanduhr ist dadurch frei geworden. Hier koennte kuenftig ein neuer kleiner Apparat befestigt sein. Er dient nicht dem Kontakt mit entfernteren Gespraechsteilnehmern, sondern mit dem eigenen "Inneren", mit unseren sich durch Hirnaktivitaet aufbauenden Gefuehlen und das Affektophon am Handgelnk soll biofeedback ermoeglichen., sozusagen durch einen Anruf "bei uns selbst". Wir streben nach einem gluecklichen, "guten" Leben.
Das Affektephon soll helfen, selbstbewirktes Unglueck abzuwenden. Text: Michael Hampe (2009),
Das vollkommene Leben. Ich behandele die erste Meditation ueber Tod und Glueck, S. 43 ff (104 Affektoskop) In meiner Einfuehrung beleuchte ich das Gedankenexperiment. Lektuere des Texts ist nicht Voraussetzung fuer die Teilnahme.
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